Diensthundeführerin wird bei Training vom eigenen Hund angegriffen und schwer verletzt

19. Mai 2017 at 19:39

Diensthundeführerin wird bei Training vom eigenen Hund angegriffen und schwer verletztDie Diensthunde der Polizei sind für gewöhnlich sehr gut ausgebildet und horchen aufs Wort. Dennoch kann es vorkommen, dass auch ein Polizeihund anders reagiert, als man es von ihm erwartet. Leider ist es zu einem solchen Zwischenfall gekommen, der schwerwiegende Folgen hatte.

Gestern gegen 10:45 Uhr befand sich eine 57-jährige Diensthundeführerin zusammen mit ihrem Polizeihund auf einem Trainingsgelände in Neuruppin (Brandenburg). Bei einer Übung sollte der Schäferhund die Zusammenarbeit mit einem anderen Hund trainieren.

Hierbei kam es zu besagtem Zwischenfall. Der Schäferhund griff seine Hundeführerin an und verbiss sich im Hals und im Gesicht der Polizistin. Eine weitere Diensthundeführerin konnte den Hund von der Kollegin trennen und die Tiere vorerst wegsperren. Anschließend leistete sie ihrer schwer verletzten Kollegin Erste Hilfe.

Für die schwer verletzte Polizistin wurde ein Rettungshubschrauber gerufen. Sie kam mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus und wurde dort notoperiert. Ihre Kollegin wurde leicht verletzt und brach nach erfolgter Erster Hilfe mit einem Schock zusammen. Auch sie kam in ein Krankenhaus, konnte dieses aber bereits wieder verlassen.

Die Polizisten, die den Vorfall mit ansehen mussten, wurden durch einen Notfallseelsorger betreut. Der Schäferhund befindet sich zurzeit in einer Tierpension.

Wir senden die besten Genesungswünsche zu den verletzten Kolleginnen nach Brandenburg. Hoffentlich können sie den Vorfall verarbeiten und werden auch körperlich wieder vollständig gesund! Wir wünschen ihnen hierzu jede Unterstützung.

Welche Konsequenzen dieser Vorfall für den Diensthund haben wird, ist sicher noch offen.