Fußball – Spaß oder Zeit für Randale?

10. Mai 2017 at 20:43

Wolfsburg: Zehn verletzte Polizisten durch Flaschenwürfe von Münchner “Fans” auf die Reiterstaffel

Frankfurt: Sogenannte “Fans” halten ein geschmackloses Plakat hoch: “Für Stadionverbot – Bulle Tod”

Das sind nur zwei Meldungen der vergangenen Wochen und man könnte die Liste beliebig fortführen.

Jedes Wochenende dasselbe, es gibt die wirklichen Fans die ein gutes Spiel sehen wollen, die ihren Spaß haben wollen, feiern möchten.
Dann gibt es die, die Fußball als Alibi nutzen um Frust oder was auch immer abzulassen. Die jedes Wochenende nutzen um die wirklichen Fans oder eben auch uns Polizisten anzugreifen.

Was soll das?!

Wenn ihr euch prügeln wollt, dürft ihr das gerne tun. Aber bitte nutzt dazu kein Fußballspiel, sondern verabredet euch dafür irgendwo, wo kein Dritter zu Schaden kommt. Mietet euch eine Scheune oder what ever. Da könnt ihr euch kloppen bis keiner mehr steht. Aber ruft dann weder uns Polizisten oder unsere geschätzten Kollegen der Rettung. Außer ihr bezahlt für den jeweiligen Einsatz. Ihr habt es ja nicht anders gewollt.

Rasierklingen haben nichts unter Aufklebern zu suchen. Diese wurden mehrfach auf Streifenwagen geklebt. Pyrotechnik hat nichts im Stadion und auf dem Weg dorthin verloren. Ihr gefährdet damit Dritte. Diese könnt ihr gerne an oben genannter Örtlichkeit zünden, wo ihr euch selbst die Finger oder mehr verbrennt und niemand anderen gefährdet.

Die Ultraszene ist nicht komplett dafür verantwortlich. Auch dort gibt es diejenigen, die einfach nur ein geiles Spiel sehen wollen und für Stimmung im Stadion, durch Choreographien, sorgen. Es ist auch oftmals der “normale” Fan, der sich von einer Gruppe mitziehen lässt.

Es kann und darf einfach nicht sein, dass wir jedes Heimspielwochenende Zusatzdienste fahren müssen, weil so mancher sich nicht benehmen kann. Fußball soll verbinden, soll Spaß machen und nicht im Krankenhaus enden.

Wir wünsche uns, dass die Clubs in Zukunft mehr Stadionverbote aussprechen und dann nicht nur für kurze Zeit, sondern für immer. Solche Chaoten brauchen wir nicht in den Stadien – und davor und auf dem Weg dorthin auch nicht!