Gute Nachrichten aus der Schweiz: Angeschossene Polizisten werden wieder genesen

5. Mai 2017 at 19:19

Gute Nachrichten aus der Schweiz: Angeschossene Polizisten werden wieder genesenKantonspolizei bedankt sich für große Solidarität der Bevölkerung

Am 3. Januar dieses Jahres mussten wir über einen Vorfall in Rehetobel (Schweiz, Kanton Appenzell Ausserrhoden) berichten, bei dem zwei Polizisten angeschossen wurden. Einer von ihnen erlitt lebensgefährliche Verletzungen, der andere schwere.

Die Ausserrhoder Kollegen waren zu einer Hausdurchsuchung entsandt worden, da es Hinweise auf eine Indoor-Hanfplantage gab. Zwar konnte keine Plantage aufgefunden werden, aber alles Notwendige hierfür. Nachdem der 33-jährige Täter sich zunächst geständig zeigte, eröffnete er plötzlich und unvorhersehbar das Feuer auf die Polizisten.

Der 37-jährige Beamte erlitt hierdurch eine schwere Beinverletzung, sein 29-jähriger Kollege wurde lebensgefährlich durch einen Herzsteckschuss verletzt.

Roger S., der Täter, war Schweizer Bürger und richtete sich nach der Tat selbst. Er wurde 2004 wegen mehrfach versuchter Tötung, schwerer Körperverletzung und Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu Arbeitserziehung im Axhof in Basel verurteilt, so Staatsanwalt Bruno Werlen.

Heute teilt die Kantonspolizei (Kapo) Appenzell Auserrhoden mit, dass beide Polizisten auf dem Wege der Genesung seien und womöglich sogar vollständig genesen werden. “Der Heilungsverlauf verlief bisher glücklicherweise sehr positiv”, heißt es hierzu in einer Presseerklärung.

Der 37-jährige Polizist, der die Beinverletzung erlitten hatte, konnte vor wenigen Tagen wieder seinen Dienst bei der Kapo aufnehmen. Allerdings befindet er sich jetzt im Innendienst und kann noch nur ein reduziertes Pensum wahrnehmen. Ob der 29-jährige Beamte mit dem Herzsteckschuss wieder in den Polizeidienst zurück kehren kann, ist noch offen. Allerdings blickt man offenbar hoffnungsvoll in die Zukunft.

Abschließend heißt es in der Presseerklärung:

“Die Kantonspolizei ist ausserordentlich glücklich über diese Entwicklung und freut sich darauf, bis sie die beiden Kollegen nach ihrem intensiven Genesungsweg wieder vollumfänglich in ihren eigenen Reihen willkommen heissen kann.

Gleichzeitig dankt die Kantonspolizei für die nach wie vor spürbare grosse Solidarität der Bevölkerung.”

Wir wünschen den beiden Kollegen weiterhin einen äußerst positiven Heilungsverlauf, physisch wie psychisch, damit sie wieder vollständig und möglichst ohne Einschränkungen am Leben teilnehmen und auch ihrer Berufung wieder nachgehen können!