Mann starb bei Widerstandshandlung

29. Mai 2017 at 16:24

Mann starb bei WiderstandshandlungObduktion beweist: Keine Gewalteinwirkung durch Polizisten

In der Nacht vom Samstag auf den gestrigen Sonntag kam es in Köln (Nordrhein-Westfalen) zu einer Widerstandshandlung eines Mannes. Dieser musste dann von Rettungskräften reanimiert werden, er verstarb dennoch später.

Nachbarn hatten die Polizei gegen 04:50 Uhr alarmiert, weil der 53-jährige Mann auf der Straße alkoholisiert randalierte. Er soll wohl auch mehrfach selbst gestürzt sein und sich hierbei mehrere Verletzungen zugezogen haben. Als Rettungskräfte und Polizisten in Bickendorf nahezu zeitgleich eintrafen, befand sich der Mann blutverschmiert auf dem Gehweg.

Da sich der Mann beharrlich weigerte, sich von den Rettungskräften medizinisch versorgen zu lassen, er aber offenbar nicht mehr in der Lage war eigenständig darüber zu entscheiden, wollten die Polizisten ihn der medizinischen Versorgung zuführen.

Wie es heißt, habe der Mann sofort nach Ansprache durch die Polizisten Widerstand geleistet, so dass er gefesselt werden musste. Kurz darauf sackte der Mann zusammen und musste reanimiert werden. Zwei Notärzte begleiteten den Transport ins Krankenhaus, wo der Mann jedoch verstarb.

Sofort wurde durch die Nachbarn, die den Verstorbenen kannten und als “lebensfrohen und herzensguten Menschen” beschrieben, Vorwürfe gegen die eingesetzten Polizisten erhoben. Sie seien dem Mann massiv gegenüber getreten, hätten ihn verbal hart angegangen und hätten sich dann mit “ungebührlicher Härte auf ihn gestürzt”.

Die Obduktion bewies jedoch das Gegenteil und entlastet die eingesetzten Polizeibeamten. Sie seien nachweislich nicht körperlich hart gegen den Mann vorgegangen, der Tod sei “nicht durch Gewalteinwirkung der Polizei verursacht worden”.

Die Mordkommission hat die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Laut Nachbarn sei der Mann herzkrank gewesen.

Es war schon des öfteren Thema bei uns und wir können uns an dieser Stelle nur wiederholen: Nicht jede Maßnahme, die von außen betrachtet überzogen wirken mag, ist es auch. Wenn die Polizei eine Maßnahme notfalls mit Zwang durchsetzen muss, dann sind das für Außenstehende meist keinen schönen Bilder, besonders, wenn sich derjenige weigert oder wehrt.

Aber Vorwürfe sind schnell erhoben und wir Polizisten machen uns dann schon Gedanken, ob alles richtig verlaufen ist, zumal es hier um ein Menschenleben geht. Wie sich zeigte, waren die Vorwürfe haltslos. Wir wünschen den Einsatzkräften eine gute Nachbereitung und Hilfe bei der Verarbeitung des Vorfalles.

Den Angehörigen des Verstorbenen gilt uns volles Mitgefühl!