Mann verletzt Polizist nach häuslicher Gewalt und kommt in einer Nacht gleich zweimal in Gewahrsam

22. Mai 2017 at 18:58

Mann verletzt Polizist nach häuslicher Gewalt und kommt in einer Nacht gleich zweimal in GewahrsamEigentlich könnten wir über solche Berichte täglich mehrfach berichten. Auch wenn wir solche Vorfälle aus dem eigenen Dienst kennen macht es einen immer wieder fassungslos. Aber lest selbst.

Am vergangenen Samstag leistete in Lingen (Niedersachsen) ein 24-Jähriger aus Fürstenau Widerstand und verletzte hierbei einen 50-jährigen Polizisten.

Die Kollegen wurden zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen. Der 24-jährige Mann wurde nach der Aufnahme des Sachverhaltes aus der Wohnung seiner Freundin verwiesen.

Bei der polizeilichen Begleitung aus der Wohnung riss der junge Mann sich los und wollte sich der Maßnahme entziehen. Der 50-jährige Polizist nahm sofort die Verfolgung auf und konnte den Mann vor der Tür festhalten.

Bei einer darauf folgenden körperlichen Auseinandersetzung kam der Beamte zu Fall und zog sich schwere Verletzungen zu. Der Kollege wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt. Er ist nicht dienstfähig. Der aggressive 24-Jährige konnte zunächst fliehen.

Eine weitere Streifenwagenbesatzung, die zur Verstärkung gerufen wurde, konnte den Mann festnehmen und er kam in Gewahrsam. Ein Atemalkoholtest verlief negativ. Völlig uneinsichtig und trotz des erteilten Platzverweises wollte der 24-Jährige unbedingt wieder zu seiner Freundin.

Der Mann gab zu Drogen konsumiert zu haben, worauf eine Richterin die Blutentnahme anordnete. Um 3:30 Uhr wurde der Mann aus dem Gewahrsam entlassen. Bereits eine Stunde darauf ging erneut ein Notruf der Freundin ein. Sie gab an, ihr Freund würde vor der Tür randalieren.

Erneut machte sich eine Streifenwagenbesatzung auf zur bekannten Adresse. Die Beamten forderten den Mann auf die Örtlichkeit zu verlassen. Doch diese Aufforderung scherte ihn nicht. Im Gegenteil, er beleidigte die Polizisten und verhielt sich sehr aggressiv. Die Kollegen drohten ihm die Gewahrsamnahme an, aber das hielt ihn nicht davon ab, den Beamten mit Randale auf dem Weg zur Wache zu drohen.

Die Polizisten legten ihm dann mit entsprechendem Nachdruck Handfesseln an und verbrachten ihn erneut in die Gewahrsamszelle. Hier verblieb er bis ein Richter eine Entscheidung bezüglich weiterer Maßnahmen gefällt hatte.

Dem verletzten Kollegen wünschen wir gute Besserung!