Nachlese zum 1. Mai: Deutschsprachiger Raum einigermaßen ruhig, verstörende Bilder aus Frankreich

2. Mai 2017 at 20:40

Auch wenn sich viele Verantwortliche Sorgen über den Einsatz am 1. Mai gemacht haben, sind die schlimmsten Befürchtungen doch nicht eingetroffen. Zum Glück, muss man sagen, und leider auch nur hierzulande bzw. im deutschsprachigen Raum.

➡️ In BERLIN wurden mal wieder einige Fahrzeuge in Brand gesetzt, es soll auch verletzte Polizisten geben, aber in den offiziellen Pressemeldungen liest man davon wenig. Beruhigend zumindest, dass hier das große Chaos beim MyFest ausblieb. Grund hierfür dürfte gewesen sein, dass insgesamt 2.000 Polizisten zum Einsatz kamen.

➡️ Nicht weniger, sondern mehr Einsatzkräfte bot die Polizei in HAMBURG auf, um Schlimmeres zu verhindern. Insgesamt 2.100 Beamte befanden sich zum Maifeiertag im Einsatz, davon kamen 700 Polizisten aus der halben Republik, nämlich aus Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz sowie von der Bundespolizei ihren Hamburger Kollegen zu Hilfe.

Auch in Hamburg gab es verletzte Kollegen, als es am Abend des 1. Mai zu einem Einsatz im Bereich der Roten Flora kam. Es flogen Glasflaschen und pyrotechnische Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte, wobei sechs Polizisten verletzt wurden. Fünf von ihnen konnten ihren Dienst fortsetzen, ein Beamter musste sich ambulant behandeln lassen und beendete seinen Dienst vorzeitig.

Wie viele Gewahrsamnahmen es in Hamburg gab, konnte die Polizei Hamburg noch nicht mitteilen.

➡️ Nicht Linksextremisten wie in Hamburg, sondern Rechtsextremisten leisteten sich heftige Ausschreitungen in APOLDA (Thüringen). Wie die Sprecherin der Polizeiinspektion Jena mitteilt, werde wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollzugsbeamte und Sachbeschädigungen ermittelt.

Die Polizei nahm rund 100 Personen in Gewahrsam. Laut Polizeisprecherin sei es “gleich zur Sache” gegangen und auch wenn Steine und Flaschen in Richtung der Polizisten flogen, sogar ein massives Feuerwerk gezündet wurde, wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand verletzt.

➡️ Ganz andere Bilder erreichen uns allerdings aus Frankreich. Sie sind verstörend und machen fassungslos!

In PARIS eskalierte die Lage, als Gewalttäter des Schwarzen Blocks sich einem Bericht des Le Monde zufolge zu Beginn des gewerkschaftlichen Marsches an die Spitze des Demonstrationszuges setzten.

Nachdem die Polizisten sie von den anderen Demonstranten getrennt hatten, flogen Geschosse und Molotowcocktails auf die Beamten. Vier Polizisten wurden hierbei verletzt, zwei davon schwer. Ein Kollege erlitt massive Verbrennungen im Gesicht, er kämpft um sein Leben. Sein Kollege wurde an der Hand schwer verletzt.

Wo auch immer Polizisten am 1. Mai zum Einsatz kamen, sagen wir Danke dafür, dass sie den Feiertag nicht mit ihren Familien verbringen durften, sondern dafür sorgten, dass das vollständige Chaos ausblieb!

Den verletzten Kollegen, egal wo, wünschen wir schnelle und vollständige Genesung. Insbesondere sind unsere Gedanken bei dem in Paris lebensgefährlich verletzten Polizisten und dessen Familie.

Halte durch, Kollege! 🇫🇷 Nous souhaitons un prompt rétablissement! ⚫️🔵⚫️

Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor, die bewusst den Tod von Menschen in Kauf nehmen? 😔 Der Tag der Arbeit und Arbeitnehmerrechte verliert angesichts dieser Brutalität gegen Uniformierte vollkommen seinen Sinn…