“Bullen sind keine Menschen”: Vermisste 15-Jährige tritt Bundespolizistin

24. Juni 2017 at 17:54

"Bullen sind keine Menschen": Vermisste 15-Jährige tritt BundespolizistinBei manchen Zeitgenossen fragt man sich, was da in der Erziehung nur schief gelaufen ist. Das trifft, wie im folgenden Fall, nicht nur auf Erwachsene zu.

02:30 Uhr am Essener Hauptbahnhof. Diese Uhrzeit ist nicht gerade typisch für zwei Mädchen, die 13 und 15 Jahre jung sind und sich um diese Uhrzeit dort herum treiben. Das dachten sich auch Mitarbeiter der Bahnsicherheit, die die beiden Mädchen zur Bundespolizeiwache brachten.

Die 13-Jährige zeigte sich kooperativ und nannte den Kollegen ihre Personalien. Die 15-Jährige allerdings zeigte sich nicht nur störrisch, was die Angaben ihrer Personalien anging. Sie beleidigte die anwesenden Bundespolizisten aufs übelste.

Wie der Polizeibericht festhält, sei die Aussage ” ‘Bullen sind keine Menschen’ noch die harmlosere verbale Entgleisung” gewesen. Auch trat sie einer Polizistin gegen das Schienbein. Die Beamtin sei hierbei leicht verletzt worden. Infolge dessen musste die 15-Jährige zur Beruhigung in eine Zelle.

Wie die Ermittlungen zeigten, waren die Mädchen aus einer Leverkusener Jugendschutzeinrichtung getürmt. Die Kollegen in Leverkusen waren bereits auf der Suche nach den Ausreißern und hatten sie zur Fahndung ausgeschrieben.

Wegen der fortgeschrittenen Nachtzeit wurden die Mädchen zunächst in einer Jugendschutzeinrichtung in Essen untergebracht. Die 15-Jährige muss sich nun wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Ach ja, mit 1,2 Promille hatte die 15-Jährige auch nicht gerade wenig “getankt”.