G20: Privatfahrzeuge von Polizisten sabotiert

29. Juni 2017 at 17:16

G20: Privatfahrzeuge von Polizisten sabotiert

“Follow cops back home”

Die Kampfansage der Linksextremisten zum G20-Gipfel in Hamburg ist schon einige Tage her. Dass die Drohungen keine leeren Worte waren, zeigte sich in den vergangenen Tagen. Denn abgesehen von den Teilnehmern des G20-Gipfels haben die Linksextremisten eines im Visier: Polizisten.

In Hamburg wurden Privatfahrzeuge von Polizisten der Polizeikommissariate 17 (Rotherbaum) und 23 (Lokstedt) sabotiert, indem die Radmuttern gelöst und Reifen zerstochen wurden. Mittlerweile sind fünf Fälle bekannt, in einem Fall bemerkte der Beamte die Sabotage erst während der Fahrt. Nicht auszudenken, was hätte passieren können…

Intern wurden die Polizisten angewiesen, ihre Fahrzeuge vor Antritt der Fahrt zu kontrollieren und Auffälligkeiten zu melden. In dieser Sache wurde zunächst intern ermittelt, doch gehen die Ermittler des Staatsschutzes mittlerweile davon aus, dass die Taten politisch motiviert sind und mit dem anstehenden Großeinsatz zum G20-Gipfel in Zusammenhang stehen könnten.

Zudem gebe es Hinweise, dass mehreren Wachen der Polizei ausspioniert werden. Im Internet werde auf entsprechenden Seiten auch dazu aufgerufen: “Follow cops back home“, sprich, Polizisten auf ihrem Weg von der Dienststelle nach Hause zu verfolgen. Ebenfalls wird dazu aufgerufen, Dienst- und Privatfahrzeuge von Polizisten zu sabotieren.

Dass dies nicht einfach nur eine Befürchtung der Polizei ist, zeigte sich vor wenigen Tagen, als die Polizei Hamburg zwei als Linksextremisten bekannte Berliner festnahm. Die beiden Männer, 25 und 27 Jahre alt, waren nachts um 02:40 Uhr mit einem Renault mit Weimarer Kennzeichen in Hamburg-Altona unterwegs und konnten nicht erklären, was sie dort machten.

In unmittelbarer Nähe stand – unverschlossen und mit steckendem Zündschlüssel – ein Transporter mit Berliner Kennzeichen. Der Mieter des Mietwagens, ein 26-jähriger Berliner, ist ebenfalls als Linksextremist bekannt und trat zusammen mit den zuvor kontrollierten beiden Männern polizeilich in Erscheinung.

Im Transporter wurden Gegenstände aufgefunden und sichergestellt, die zur Vorbereitung von Straftaten geeignet sind. Hierzu zählten Sprechfunkgeräte, Latexhandschuhe, Einwegschutzanzüge, Streusandkisten, sowie eine Liste mit Kennzeichen von zivilen Polizeifahrzeugen.

Die Männer aus dem Weimarer Renault wurden vorläufig festgenommen. Beim Amtsgericht Hamburg wurde eine Fortdauer der Freiheitsentziehung beantragt, die jedoch abgelehnt wurde. Die Polizei werde hierzu in Beschwerde gehen.

Nach dem Hamburgischen Polizeirecht wurde den beiden Linksextremisten ein Aufenthaltsverbot für das Messegelände und das Schanzenviertel ausgesprochen.

Liebe Kollegen in Hamburg, passt bitte auf euch auf❗️