G20: Je länger die Schichten werden, umso mehr spürt man die Solidarität untereinander

11. Juli 2017 at 13:27

G20: Je länger die Schichten werden, umso mehr spürt man die Solidarität untereinander

“Gedanken zum G20.

Alle von uns waren aufgeregt je näher der G20-Gipfel kam und dann ging es los in Richtung Hamburg. Was jedoch die letzten Tage passiert ist, war jenseits unserer Vorstellung!

Jedem war bewusst, hier wird es zu Krawallen kommen, es werden Sachen beschädigt, zerstört und es werden auch leider wieder Kollegen verletzt werden..

Dann fingen die ersten Tage unserer G20-Woche an, wir bewachten Posten wo nichts los war. Menschen liefen an uns vorbei und äußerten sich halblaut beschwerend, dass es unfassbar sei, wie ihre Steuergelder auf dem Wagen rum sitzen… aber auch einige, die sich für unsere Anwesenheit bedankten.

Dann ging es in die heiße Phase, man hörte immer öfter die Sirenen in der Stadt. Einige Kollegen haben Objektschutz vor diversen Hotels. Sie sehen wie andere Kräfte von einer Seite der Stadt zur nächsten fahren, 24 Stunden auf den Beinen. Doch sie können und dürfen leider nicht helfen…

Man fühlt sich nutzlos und irgendwie kommt der Gedanke, dass man seine Familie im Stich lässt… ja, Familie.

Je länger die Schichten werden umso mehr spürt man die Solidarität untereinander. Bei anderen Einsätzen mit unterschiedlichen Kräften hat man sich höflich gegrüßt, jetzt ist es irgendwie anders. Aneinander vorbei fahrende Kolonnen grüßen aus jedem einzelnen Fahrzeug und zeigen irgendwie Verbundenheit.

In Gedanken sind wir bei allen und vor allem bei den verletzten Kollegen!”

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Die Autorin ist uns namentlich bekannt, sie möchte anonym bleiben.