Leserbrief einer Bürgerin: Ich sehe die Livebilder, sehe Polizisten mit Ehering am Finger und mache mir Sorgen

8. Juli 2017 at 18:04

Leserbrief einer Bürgerin: Ich sehe die Livebilder, sehe Polizisten mit Ehering am Finger und mache mir Sorgen

“Liebes Polizist=Mensch Team,

über die Livestreams verfolge ich die Bilder aus Hamburg, schon seit gestern Abend. Ich sehe Menschen in Arbeitskleidung, auch Dienstuniform genannt. Sie verrichten ihre Arbeit, ab und an sieht man an unbehandschuhten Händen Eheringe und ich mache mir Sorgen um jeden Einzelnen der dort im Einsatz ist.

Denn hinter jedem dieser Menschen stehen Familie, Freunde, Ehefrauen und Ehemänner und Kinder. Es ist merkwürdig zu beobachten, denn viele kleine Kinder wollen, wenn sie groß sind, Polizist/in werden, um anderen Menschen zu helfen. Doch es sieht immer mehr aus, als ob die, die Hilfe geben wollen der Hilfe benötigen.

Ich sehe Polizist/innen deren Körperhaltung verrät, dass sie müde und erschöpft sind, was verständlich ist, denn sie geben sich Mühe und werden angegriffen. Sie begleiten einige spontane Demonstrationszüge und dennoch schallt es in Sprechchören: “Ganz Hamburg hasst die Polizei” und ähnliches.

Es hat für mich als Außenstehende den Eindruck, als ob diese Menschen in Uniform gegen wild gewordene Tiere vorgehen müssen, wobei noch nicht einmal Tiere sich so verhalten würden. Ich sehe wie Menschen von diesen Wilden verletzt werden, mit Steinen und Böllern und sobald eingeschritten wird heißt es: “Wir sind friedlich, was seid ihr?”

Und doch seid ihr da, die sich davon nicht beirren lassen und auch verletzten Demonstranten helfen. Ihr seid die Menschen, mit Herz und Verstand. Lasst euch nichts anderes einreden und passt bitte gut auf euch auf!

Hinter euch stehen ganz viele Menschen, normale Bürger die auch noch Herz und Verstand besitzen und nicht von Medien geleitet werden. Aber besonders eure Familien brauchen euch, also bitte passt gut auf euch auf, damit alle wieder gesund und ohne größere Schäden nach Hause kommen.

Danke fürs Lesen.”

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Die Autorin ist uns namentlich bekannt, möchte jedoch anonym bleiben.