Rettungsgasse von Geisterfahrern missbraucht

20. Juli 2017 at 11:25

Wir hatten schon mehrfach das Thema Rettungsgasse auf unserer Seite. Wir haben diesbezüglich auch immer wieder auf die Gefahren und die Behinderungen für Rettungskräfte hingewiesen, wenn keine Rettungsgasse gebildet wird oder sich manch Autofahrer nicht daran hält.

Was nun aber auf der A10 in Brandenburg passierte, ist kaum in Worte zu fassen.
Nach einem Unfall, die Autobahn war noch nicht gesperrt, verloren offensichtlich dutzende Autofahrer und auch der Fahrer eines 40 Tonners, die Geduld und wendeten innerhalb des Staus. Sie fuhren teils bis zu 2 Kilometer als Geisterfahrer zur nächstgelegenen Auf-/Ausfahrt zurück.

Welche Gefahren durch Geisterfahrer entstehen, muss niemandem mehr erläutert werden.
Dies aber in einer bereits vorhandenen Rettungsgasse zu tun schlägt dem Fass den Boden aus und gefährdet sowohl andere Verkehrsteilnehmer als auch anfahrende Rettungskräfte.

Ferner sorgten diese Geisterfahrer durch ihre Aktion selbst erst für eine Vollsperrung des Autobahnabschnitts, da sie aus einem Schwerlastkran auslaufendes Hydrauliköl auf einer Strecke von 700 Metern verteilten und spezielle Reinigungsfahrzeuge anrücken mussten um dieses Öl wieder zu entfernen.

Wir können nur wieder an die Vernunft der Leute appellieren nicht Rettungsgassen für die eigenen Zwecke zu missbrauchen.

Den Geisterfahrern muss man unterstellen, dass sie entweder den gesunden Menschenverstand verloren haben oder aber derart rücksichtslos sind, dass ihnen alle und alles andere egal ist.
Sie haben ganz klar bewiesen, dass sie zum Führen eines KfZ. nicht in der Lage sind und sollten daher für lange Zeit kein KfZ. mehr führen dürfen.