Schutzausstattung bei Terrorlagen zu schwer: Neue Streifenwagen müssen nachgerüstet werden

29. Juli 2017 at 14:54

Schutzausstattung bei Terrorlagen zu schwer: Neue Streifenwagen müssen nachgerüstet werdenIm Oktober vergangenen Jahres wurden in Rheinland-Pfalz die neuen Streifenwagen von Audi stolz der Öffentlichkeit präsentiert. “Die Autos sind schneller, besser zu sehen, umweltfreundlicher und mit neuer Technik ausgestattet”, hieß es damals.

Ein Jahr später zeigt sich jedoch, dass die Streifenwagen zukünftig zu schwach gefedert sein werden, um die zusätzliche Ausrüstung transportieren zu können. Dies hat zwei Gründe. Einerseits werden die Polizeifahrzeuge mit Schubladen und Ablageflächen im Kofferraum ausgerüstet. Mehr Ordnung soll dies bringen, was jedoch zusätzlich auf der Federung lastet.

Hinzu kommt noch die neue Anti-Terrorschutzausrüstung, bestehend aus zwei Maschinenpistolen, zwei Titanhelmen und Schutzwesten mit Keramikplatten, die die Polizisten auch vor Munition aus einem Sturmgewehr soll schützen können. Alleine diese Ausrüstung lastet mit zusätzlichen 40 kg auf der Federung der Fahrzeuge.

Alles in allem wird es also unumgänglich, die Polizeifahrzeuge mit einer neuen Federung an den Hinterachsen auszurüsten, die das Zusatzgewicht auch bei Einsatzfahrten verlässlich trägt. Das Ganze soll dann 120.000 Euro kosten, heißt es aus dem Innenministerium.

Dies betrifft jedoch nur die neuen Streifenwagen von Audi. 100 von ihnen wurden bislang angeschafft und haben die ausgemusterten VW Fahrzeuge ersetzt. Bis 2019 wird es dauern, bis sämtlichen VW Streifenwagen ersetzt wurden, weshalb nun geprüft wird, ob auch diese Fahrzeuge bis zur Ausmusterung nachgerüstet werden müssen.