Schwedischer Polizist erleidet bei Verfolgung von Räubern tödliche Verletzungen bei Verkehrsunfall

24. Juli 2017 at 21:25

Schwedischer Polizist erleidet bei Verfolgung von Räubern tödliche Verletzungen bei Verkehrsunfall

Bild: Tilltufsade Polisen via Instagram

Unsere Gedanken und Gebete sind bei den schwedischen Kollegen, die den Tod eines der Ihren zu beklagen haben.

Am Sonntagmorgen gegen 08:30 Uhr hatten offenbar vier maskierte Personen auf Kaggeledstorget in Göteborg, einem eher ruhigen Viertel, einen Tabakladen überfallen und waren dann mit einem silbernen Auto geflüchtet. Schnell ergaben sich durch Zeugenhinweise Ermittlungsansätze und die Einsatzkräfte waren den Räubern auf der Spur.

Die Flucht führte über die Autobahn E20 und es soll eine “heiße Verfolgungsfahrt” gewesen sei. Die Räuber ließen offenbar das Fluchtfahrzeug an der Autobahn zurück. Die Streifen, die den Räubern auf den Fersen waren, nahmen die Verfolgung ebenfalls zu Fuß auf.

Hierbei soll sich der folgenschwere Unfall ereignet haben. Ein ahnungsloser privater Autofahrer soll mit einem der Polizisten zusammengestoßen sein. Der Polizist erlitt hierdurch lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in das Sahlgrenska Krankenhaus gebracht, wo er später den schweren Verletzungen erlag.

Der Beamte wurde nur etwas über 40 Jahre alt.

Der Regionaldirektor Klas Friberg unterbrach seinen Urlaub und eilte nach Göteborg. Bei einer Pressekonferenz sagte er, dass “das, was passiert ist, unglaublich tragisch ist und wir wollen, dass jeder sieht, dass wir das enorme Leid” mit den Kollegen und Angehörigen teilen.

Der nationale Polizeichef Dan Eliasson schreibt auf der Internetseite der schwedischen Polizei:

“Mit großer Trauer und Schwermut erhalten wir die Nachricht, dass ein Beamter sein Leben im Dienst verlor. Unsere Gedanken sind mit der Familie, den Angehörigen und Kollegen. Wir werden daran erinnert, dass die Arbeit der Polizei manchmal gefährlich ist.”

Das letzte Mal, dass ein schwedischer Kollege im Dienst verstarb, geschah vor zehn Jahren bei einem Hubschrauberabsturz.

Die schwedischen Polizisten trauern um ihren verstorbenen Kollegen und denken darüber nach, wie gefährlich der Polizeiberuf manchmal sein kann. Eine schwedische Kollegin schreibt auf Instagram:

“Manchmal denke ich, öfter als sonst, über den Tod nach … wir sind eigentlich nur normale Menschen, wenn auch in Uniform … und dass unsere Panzer und unsere Waffen uns nicht immer schützen können …. Das Leben ist zerbrechlich und manchmal so schrecklich ungerecht und grausam … Ich trete meine zweite Nachtschicht von drei an und wenn ich ehrlich bin, ich bin nicht sehr scharf darauf, gerade jetzt zu arbeiten …. 💙”

Wir trauern mit den Angehörigen, aber wir sind in Gedanken auch bei den Kolleginnen und Kollegen! Ihnen allen wird schmerzlich vor Augen geführt, wie gefährlich der Dienstalltag sein kann und wie plötzlich das Leben enden kann.

Wir wünschen den Hinterbliebenen des Kollegen, wie auch dem Kollegenkreis, viel Kraft und eine gute Trauerbewältigung! Insbesondere den eingesetzten Kollegen und Rettungskräften wünschen wir alle notwendige Unterstützung bei der Verarbeitung dieses tragischen Einsatzes.

Ruhe in Frieden #brotherinblue! Du bleibst unvergessener Teil der Polizeifamilie! #onepolice ⚫️🔵⚫️