Autobahnpolizei unterstützt Tierrettung: Vollsperrung für Jungkatze

14. August 2017 at 9:30

Durchaus ungewöhnlich war der Einsatz der Autobahnpolizei zum Zwecke der Tierrettung am vergangenen Sonntag bei Essen (Nordrhein-Westfalen) auf der A52, hatte aber dennoch seine Berechtigung.

Gegen 16:30 Uhr hatte eine Autofahrerin die Tierrettung Essen e.V. alarmiert, weil sie eine Jungkatze gesehen hatte, die auf der Mittelleitplanke saß. Die Tierrettung ihrerseits alarmierte die Autobahnpolizei und bat um Unterstützung. Natürlich rückten mehrere Streifen aus, denn die Tierrettung auf der Autobahn ist nicht ungefährlich.

Die Fahrspuren wurden vorübergehend in beide Richtungen gesperrt und so konnte sich Stephan Witte von der Essener Tierrettung an die Arbeit machen. Etwa eine Stunde dauerte es, bis die Jungkatze eingefangen werden konnte. Danach wurde die Sperrung wieder aufgehoben, allerdings hatte sich bis dahin ein kilometerlanger Stau entwickelt.

Die Katze ist wohlauf und nicht jedem, der im Stau stand, dürfte die Vollsperrung gefallen haben (Stichwort Verhältnismäßigkeit). Dennoch hatte die Maßnahme ihre Berechtigung, diente sie nicht nur dem Schutz von Katze und Tierrettung, sondern auch der Sicherheit des Verkehrs.

Durch die Katze abgelenkte Autofahrer und waghalsige Bremsmanöver wären mögliche Unfallquellen gewesen. So betonte Witte von der Tierrettung: “Gewöhnlich ist es nicht, dass eine Autobahn für eine Katze gesperrt wird, aber grandios.”