Bewaffneter Mann verlangt von Polizisten eigene Erschießung

12. August 2017 at 15:40

Bewaffneter Mann verlangt von Polizisten eigene ErschießungNach Festnahme Zelle zerlegt

Am vergangenen Mittwoch gegen 18:40 Uhr wurde die Polizei Essen (Nordrhein-Westfalen) zu einem Einsatz in der Nähe eines Spielplatzes gerufen. Ein 47-Jähriger randalierte halbnackt und mit gezücktem Messer.

Ein zunächst harmlos beginnender Einsatz endete fast dramatisch. Als die Beamten eintrafen hatte sich der Mann jedoch vom ursprünglich gemeldeten Einsatzort an der Waldhausenstrasse entfernt. Aufgrund der Schilderung des Zeugen forderten sie Verstärkung an.

Die Polizisten trafen den Mann oberkörperfrei und mit dem Messer bewaffnet auf der Klosterstrasse an. Sie forderten ihn mit gezogener Waffe auf das Messer fallen zu lassen. Ohne auf die Kollegen zu hören ging er schnell in Richtung Kreuzung Severinstrasse/Klosterstrasse, wo sich Mütter mit Kindern auf einem Spielplatz befanden.

Die Polizisten folgten dem Mann und mit der hinzugerufenen Unterstützung wurde weiter versucht den 47-Jährigen zu beruhigen. Der Randalierer ging plötzlich auf die Beamten zu. Weder die gezogenen Waffen, noch der Einsatz von Pfefferspray konnte den Mann beeindrucken.

In einem günstigen Augenblick konnte der 47-Jährige durch einen Polizisten zu Boden gebracht werden und durch mehrere Beamte mit hohem Kraftaufwand überwältigt werden. Bei der Festnahme hatte der offensichtlich kranke Mann lautstark seine Erschießung gefordert.

Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten unter anderem weitere Messer, Schraubenzieher und Pyrotechnik. Nach der Festnahme wurde der Randalierer in Gewahrsam genommen. Dort zerlegte er die Zelle derart, dass diese nicht mehr zu gebrauchen ist.

Ein später, zusätzlich zum Notarzt und den Sanitätern, hinzugezogener Facharzt, ordnete seine Unterbringung in einer klinischen Fachabteilung an.

Bitte, haltet euch jetzt mit der Forderung nach dem Schusswaffengebrauch zurück! Ihr wisst nicht was das bedeutet, wenn man schießen muss. Es war hier eindeutig anders zu regeln und das ist gut so.