Nachhaltigkeit: Luxemburg testet Tesla Model S als regulären Streifenwagen

23. August 2017 at 13:30

Elektrofahrzeuge werden hier und da mittlerweile bei der Polizei getestet. Größtenteils sind diese Fahrzeuge jedoch im repräsentativen Dienst im Einsatz, oder werden von Bezirksbeamten im Stadtverkehr gefahren. Denn ein großes Problem bei den meisten Elektrofahrzeugen ist die Reichweite.

Dieses Problem gibt es im folgenden nur eingeschränkt, da Luxemburg relativ klein ist und man sich direkt für den Platzhirsch entschieden hat. Das Großherzogtum hat sich für das Tesla Model S entschieden – und zwar als regulären Streifenwagen.

Zwei dieser Fahrzeuge wurden geordert und werden nun im alltäglichen Streifendienst getestet. Dies geht auf eine Entscheidung eines ganz bestimmten Ministeriums zurück, das scheinbar keine halbseidenen Entscheidungen fällt, sondern an der Praxis orientierte.

Denn Luxemburg hat ein eigenes Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, dessen Aufgabe es unter anderem ist, den Fuhrpark der Regierung nach und nach auf emissionsfreie Fahrzeuge umzustellen. So sind bereits einige Mitarbeiter im administrativen Bereich mit Elektrofahrzeugen unterwegs.

Nun kommt auch die Polizei an die Reihe und den Zuschlag für die ersten beiden Elektro-Streifenwagen bekamen keine Hersteller aus Deutschland oder Fernost, sondern aus den USA. Auch wenn die Reichweite in Luxemburg eine untergeordnete Rolle spielen dürfte, ist der Elektro-Streifenwagen gerade in der Beschleunigung im Vorteil gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Der Test wird international beobachtet und je nach Erfahrungswerten dürften die Ergebnisse bei der ein oder anderen Polizei den Ausschlag geben. So möchte Scotland Yard in Großbritannien die städtische Polizei vollkommen auf Elektrofahrzeuge umstellen. Hierzu stehe man mit Tesla bereits in Verhandlungen und das Ergebnis des Tests in Luxemburg könnte die Entscheidung hier sogar beschleunigen.