Polizei sucht Zeugen: Gaffer behindert Rettungshubschrauber und beleidigt Piloten

9. August 2017 at 15:15

Polizei sucht Zeugen: Gaffer behindert Rettungshubschrauber und beleidigt PilotenAm Sonntag kam es gegen 13:20 Uhr zu einem Rettungseinsatz einer hilfsbedürftigen Person vom unwegsamen Gelände des Rheinufers. Polizei und Feuerwehr Remagen (Rheinland-Pfalz) arbeiteten bei der Rettung Hand in Hand um die Person schnellstmöglich der medizinischen Versorgung zuführen konnten.

Ein hinzugerufener Rettungshubschrauber wollte in der Nähe landen. Wieder einmal meinte ein Gaffer, man müsste den Einsatz filmen anstatt Platz zu machen.

Es ist ein unmögliches und erbärmliches Verhalten. Erst durch mehrmaliger Aufforderung des Piloten und eines Feuerwehrmannes verließ der bisher unbekannte Mann widerwillig den zur Landung erforderlichen Platz. Zudem beleidigte er noch den Piloten, bevor er sich Richtung Innenstadt entfernte.

Bitte helft der Polizei Remagen, diesen Mann zu finden. Er wird wie folgt beschrieben :

Mitteleuropäer, 30 bis 40 Jahre, etwa 1,85 m, schlanke, athletische Figur, kurze Haare, bekleidet mit khakifarbener Short, Turnschuhen, Kappe sowie Sonnenbrille. Unter seinem Arm trug er seine blau-schwarze Oberbekleidung, er selbst war Oberkörper frei unterwegs. Er soll in Begleitung einer älteren Frau sowie eines fünf- bis siebenjährigen Kindes gewesen sein.

☎️ Zeugen, die Hinweise zu der Identität des Mannes machen können, werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion Remagen, Telefon 02651 801-0, in Verbindung zu setzen.

Wir sind in vielen Fällen auf eure Unterstützung angewiesen. Leider haben wir oftmals im Einsatz nicht die Zeit um uns um die Gaffer zu kümmern. Die Opfer gehen vor.

In diesem Fall kann man nur froh sein, dass die hilfsbedürftige Person keine Nachteile dadurch hatte, dass der Rettungshubschrauber erst verspätet landen konnte.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die aktuelle Rechtslage. Die Behinderung des Rettungshubschraubers ist eine Ordnungswidrigkeit, die bis maximal 1.000 Euro Geldbuße geahndet werden kann. Das Filmen einer hilflosen Person ist auch ohne die Veröffentlichung der Aufnahmen eine Straftat und kann mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren geahndet werden.