Angriff mit zwei Messern: Angreifer stirbt nach Schusswaffengebrauch

8. Oktober 2017 at 20:34

Angriff mit zwei Messern: Angreifer stirbt nach SchusswaffengebrauchIm Schweizer Kanton Tessin ist es in den Nachtstunden zum gestrigen Samstag zu einem Schusswaffengebrauch der eingesetzten Polizisten gekommen. Die Verletzung des vorherigen Angreifers war jedoch so schwerwiegend, dass er daran verstarb.

Wie die Kantonspolizei Tessin und die Tessiner Staatsanwaltschaft mitteilen, fand der Einsatz in der Grenzgemeinde Brissago, direkt neben dem dortigen Rathaus, statt. Die Polizei war nachts gegen 2 Uhr zu einem Streit gerufen worden und mehrere Streifenwagenbesatzungen wurden entsandt, darunter von der Kantonspolizei und der Polizei Ascona.

Vor dem Anwesen wurden die Polizisten von zwei Zeugen angesprochen. Sie sprachen von einer “noch nicht geklärten” Situation innerhalb des Gebäudes und so begleiteten mehrere Polizisten die beiden Zeugen in das Gebäude. Nach einer ersten Befragung aller Anwesenden geschah anschließend folgendes.

Die Polizisten und die beiden Zeugen wurden im Gebäude plötzlich von einer dritten Person angegriffen. Der Angreifer hatte in beiden Händen Messer und fuchtelte vor den Anwesenden damit herum. Einer der Kantonalen Polizisten gab aus seiner Dienstwaffe einen Schuss auf den Angreifer ab, womit der Angriff gestoppt werden konnte.

Wie es weiter heißt, hätten die Polizisten sofort mit den Erste Hilfe-Maßnahmen begonnen. Doch auch die zwischenzeitliche eingetroffenen Sanitäter konnten dem Mann nicht mehr helfen. Er verstarb noch an Ort und Stelle.

Die Anwesenden wurden anschließend psychologisch betreut. Die Ermittlungen wurden aus Gründen der Neutralität durch die Staatsanwaltschaft Moreno Capella und Ermittler der Kantonspolizei Zürich übernommen, wobei auch Kriminaltechniker zum Einsatz kommen.

Es soll unter anderem geklärt werden, ob den eingesetzten Polizisten bzw. dem Schützen ein Vorwurf zu machen sei. Nach einer ersten Befragung hätten die Erkenntnisse jedoch nicht dafür gesprochen, dass Maßnahmen gegen die Befragten notwendig seien.

Nur am Rande sei von uns erwähnt, dass es sich bei den Beteiligten, Zeugen wie Angreifer, um Asylsuchende handelt, die in dem privaten Gebäude am Tatort mit weiteren Asylsuchenden untergebracht sind.

Was den Medien viel Aufhebens wert ist zu erwähnen, ist für uns nur eine Randnotiz. Denn letzten Endes hat der Kollege einen Mann angeschossen, der im Begriff war eine schwerwiegende Straftat gegen Leib und Leben Dritter auszuüben. Dass der Mann an der Verletzung starb, war mit Sicherheit nicht beabsichtigt. Es sollte lediglich der Angriff gestoppt werden.

Der Tod des Angreifers ist tragisch. Der Schusswaffengebrauch und der Tod des Angreifers haben jedoch nichts damit zu tun, dass dieser Asylsuchender ist, sondern damit, dass er eine schwerwiegende Straftat begehen wollte.

Oder hätten die Medien es auch erwähnt, wenn der Angreifer Schweizer von Geburt an gewesen wäre?

Die Polizei des Kantons Tessin erwähnt zwar auch diese Tatsache in ihrer Pressemitteilung (es wird also nichts unterschlagen), schreibt aber auch, dass die Polizisten sofort Erste Hilfe leisteten und diese nach dem Vorfall psychologisch betreut werden. Beides ist den Medien jedoch keine Erwähnung wert.

Aus unserer Sicht sind dies jedoch wichtige Einzelheiten des Vorfalles, wichtiger jedenfalls, als der Asylstatus des Angreifers.

Wir wünschen den eingesetzten Kollegen eine gute Verarbeitung dieses tragischen verlaufenen Einsatzes!