Clever, aber nicht clever genug: Drogenkonsument pinkelt Wasser aus Kunstpenis

20. Oktober 2017 at 12:55

Kunstpenis

Bild: Polizeipräsidium Westpfalz

Es ist schon erstaunlich welche Anstrengungen mancher unternimmt, um bei einer Verkehrskontrolle als clean dazustehen. Dabei ist der Einfluss aktiver Drogensubstanzen ähnlich gefährlich wie beim Alkoholkonsum.

So geschehen gestern in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz). Ein Autofahrer war einer Streife allein deswegen aufgefallen, weil er während der Fahrt mit dem Handy telefonierte. Eine Verkehrskontrolle schloss sich dieser Feststellung an. Doch die Beamten stellten während der Kontrolle etwas fest, was noch teurer werden wird, als das neue Bußgeld von 100 Euro für die Benutzung des Smartphones während der Fahrt.

Es ergaben sich Hinweise auf einen Drogenkonsum beim 26-jährigen Fahrer und so sollte er Urin abgeben, um einen Drogenschnelltest durchführen zu können. Der Mann pinkelte auch, doch was da floss, war reines Wasser. Und es kam aus einem Kunstpenis, den sich der Fahrer für genau diesen Zweck umgeschnallt hatte.

Beides war zwar clever, aber nicht clever genug. Denn wir Polizisten wissen schon seit geraumer Zeit, dass manch einer zu solchen Mitteln greift, um seinen Drogenkonsum zu verschleiern. Noch cleverer wäre gewesen, er hätte etwas benutzt, was wie Urin aussieht. Aber auch das wäre aufgeflogen.

Das Ende der Kontrolle war, dass der Fahrer zerknirscht zugab, Cannabis und Amphetamin konsumiert zu haben. So kommt zur Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen der verbotenen Handybenutzung noch eine Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss hinzu. Und die Investition für den Kunstpenis war völlig überflüssig. Im Gegenteil ist dies ein Hinweis auf eine Vorsatztat, was die Strafe erhöhen dürfte.