Organisierte Kriminalität begeht Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache in Schweden

22. Oktober 2017 at 9:05

Den Personen, die sich innerhalb der organisierten Kriminalität bewegen und wiederholt dieselben Straftaten begehen, haben eines gemeinsam: Sie sind skrupellos. Egal ob Internetkriminalität (Cybercrime), Drogen- oder Menschenhandel, Zwangsprostitution, Betrug (Enkeltrick), Wohnungseinbrecher oder Autoschieber, diese Leute haben nur eines im Sinn. Sie möchten ihren eigenen Vorteil.

Alle anderen Interessen sind nebensächlich und notfalls setzen sie auch Menschenleben aufs Spiel, um sich zu behaupten und einer Strafverfolgung zu entgehen. Diese Erfahrung mussten auch Polizisten im deutschsprachigen Raum schon machen und musste auch die schwedische Polizei in der vergangenen Woche feststellen.

In Helsingborg ist in der Nacht zu Mittwoch ein Sprengsatz vor einer Polizeiwache explodiert. Die einzig gute Nachricht hierzu, dass es keine Verletzten oder schlimmeres gab.

Der Eingang der Wache wurde völlig zerstört. Auch in der Nachbarschaft sind einige Scheiben zu Bruch gegangen.

Warum und weshalb muss nun dringend geklärt werden. „Man kann durchaus glauben, dass dies eine Folge unserer guten Polizeiarbeit ist“, sagte Gebietspolizeichef Patrik Hembrandt zu dem Angriff. Die Polizei in Südschweden war immer wieder gegen Bandenkriminalität vorgegangen. In einigen Vorstädten lieferten sich Verbrecherbanden in den vergangenen Jahren immer wieder Kämpfe um Gebiete.

Jetzt setzt man die ganze Hoffnung darauf, dass man Hinweise auf den Bändern der Überwachungskameras, die in der Nähe positioniert sind, findet.

Die Pressekonferenz konnte nicht in der schwer beschädigten Polizeiwache stattfinden, sondern musste in einer Turnhalle an einer Tischtennisplatte stattfinden.

Man kann hier wirklich von Glück reden, dass keiner unserer Kollegen oder auch Bürger verletzt oder gar getötet wurden.