Tote und Schwerverletzte: Unfälle mit Streifenwagenbeteiligung in Niedersachsen und Brandenburg

15. Oktober 2017 at 16:11

Tote und Schwerverletzte: Unfälle mit Streifenwagenbeteiligung in Niedersachsen und BrandenburgIn den vergangenen Tagen haben sich in Niedersachsen und Brandenburg zwei folgenschwere Verkehrsunfälle ereignet, bei denen jeweils Streifenwagen beteiligt waren. Zu beklagen sind insgesamt zwei Tote, vier Schwerverletzte und ein Leichtverletzter.

 

❶ Verkehrsunfall auf Einsatzfahrt in Niedersachsen, Polizist eingeklemmt

Am vergangenen Freitag befand sich ein Streifenwagen des Polizeikommissariats Wildeshausen (Niedersachsen) in Westrittrum auf einer Einsatzfahrt mit Ziel Wardenburg, Blaulicht und Martinshorn waren eingeschaltet.

Auf der Amelhauser Straße in Richtung Huntlosen wollte der Fahrer des Streifenwagens einen Opel Zafira überholen, als dessen Fahrerin unvermittelt nach links auf ein Grundstück abbiegen wollte. Beide Fahrzeuge kollidierten miteinander und wurden durch den Aufprall links und rechts in den Grünstreifen geschleudert.

Die Fahrerin des Opel, eine 43-jährige Frau, wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen durch einen Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der 45-jährige Fahrer des Streifenwagens war eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Polizeifahrzeug befreit werden.

Der 45-jährige Polizist kam schwerverletzt in ein Krankenhaus. Sein Beifahrer, ein 22-jähriger Kollege, wurde leichtverletzt ebenfalls ins Krankenhaus verbracht.

An beiden beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die Verletzten und Angehörigen wurden noch vor Ort von einem Kriseninterventionsteam betreut.

 

❷ Tote und Verletzte bei Einsatzfahrt in Brandenburg

Heute Morgen befand sich ein Streifenwagen der Polizei in Brandburg auf einer Einsatzfahrt mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn. Die Polizisten waren als Unterstützungskräfte zu einer Widerstandshandlung am Bahnhof Teltow gerufen worden, wo bereits drei dort eingesetzte Polizisten durch einen betrunkenen Randalierer verletzt wurden.

Als das Polizeifahrzeug gegen 07:15 Uhr den Kreuzungsbereich Potsdamer Straße/Warthestraße passierte, bog ein 70-jähriger Audi-Fahrer ein. Es kam zum Zusammenstoß im Kreuzungsbereich. Der Audi wurde gegen eine Straßenbegrenzung geschleudert, überschlug sich und blieb auf der Beifahrerseite liegen.

Ein Passant kümmerte sich sogleich um die beiden lebensgefährlich Verletzten Personen im Audi und leistete Erste Hilfe. Doch trotz aller Mühen verstarben der 70-jährige Fahrer und seine 60-jährige Beifahrerin noch an der Unfallstelle.

Die schwerverletzten Polizeibeamten im Alter von 24 und 26 Jahren kamen in ein Krankenhaus. Die Einsatzkräfte und Angehörigen der Unfallbeteiligten wurden durch Notfallseelsorger betreut.

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Wir wünschen allen Verletzten eine möglichst schnelle und vollständige Genesung! Den Hinterbliebenen der Verstorbenen wünschen wir viel Kraft für die kommende schwere Zeit. Wir sind in Gedanken bei ihnen.