18-Jähriger bricht nach Führerscheinverlust in Tränen aus

26. November 2017 at 16:19

Nur wenige Monate nach dem Erwerb des Führerscheins darf ihn ein 18-Jähriger aus Bremerhaven wieder abgeben und sein schwer beschädigtes Fahrzeug nicht der Werkstatt übergeben sondern der Polizei.

Was war geschehen?

Am Donnerstagabend gegen 22 :30 Uhr trafen sich zwei junge Männer für ein verbotenes Rennen auf der Batteriestraße.
Die zwei jungen Männer stellten sich mit ihren Sportwagen nebeneinander auf der Fahrbahn im westlichen Straßenteil der Van-Heukelum-Straße auf.

Auf ein Zeichen rasten beide Fahrzeuge gleichzeitig los. Es war ein ‚Kopf-an-Kopf-Rennen‘. Im anschließenden Kurvenbereich zur Hansastraße verlor einer der Fahrer die Kontrolle über seinen BMW und raste in den stabilen 3 Meter hohen Zollzaun. Dabei entstand hoher Sachschaden. Verletzt wurde dabei niemand.

Schon bei der Startaufstellung war es den Rasern entgangen, dass sich von hinten die Rennleitung der Bremerhavener Polizei näherte. Die Beamten verfolgten die Szenerie bei ihrer Annäherung, konnten das Rennen aber nicht mehr verhindern. Sie fuhren den PS-Boliden hinterher und wurden Zeugen des Verlaufs. Nachdem das eine Fahrzeug in den Zaun gerast war, konnten sie den zweiten Wagen kurz vor der Rickmersstraße stoppen.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde nach Paragraph 315d StGB die beiden beteiligten BMW inkl. der Fahrzeugpapiere und Schlüssel, sowie die Führerscheine der 18- und 21-jährigen Fahrer wurden zur Vorbereitung der Einziehung beschlagnahmt. Die Autos wurden abgeschleppt.
Angesichts des verlorenen Rennens, seines schwer beschädigten Fahrzeuges und dem Verlust des erst wenige Monate alten Führerscheins brach der 18-Jährige in Tränen aus.

Nochmals die Erklärung zum neuen Paragraphen:

§ 315d StGB (Auszug)

Verbotene Kraftfahrzeugrennen

(1) Wer im Straßenverkehr
1. ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet oder durchführt,
2. als Kraftfahrzeugführer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnimmt oder
3. sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Die rechtliche Grundlage sollte nun endlich auch bei allen mal angekommen sein. Wer sich dann noch auf ein illegales Rennen einlässt braucht nicht zu heulen. Mit 18 und erst recht darüber sollte man so reif sein um zu wissen, dass man mit solchen Rennen nicht nur sich, sondern auch andere Menschen in Gefahr bringt.