Betrunkene Autofahrer: Verfolgungsfahrten in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen

21. November 2017 at 16:41

Betrunkene Autofahrer: Verfolgungsfahrten in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-WestfalenZwei Verfolgungsfahrten hielten am vergangenen Wochenenden die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen in Atem. In beiden Fällen ging um zu viel Alkoholkonsum der jeweiligen Fahrer. Zwar wurde in beiden Fällen niemand verletzt, aber ein Streifenwagen wurde demoliert.

Nun aber der Reihe nach…

Gegen 1:30 Uhr meldete ein aufmerksamer Zeuge einen vermutlich betrunkenen Fahrzeugführer, der von Heinrichswalde in Richtung Neuensund unterwegs sei, bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern).

Die eingesetzten Beamten der Polizei Pasewalk sahen auch das beschriebene Fahrzeug am Neuensunder Schmiedgrundsee, als es ihnen gegen 1:45 Uhr entgegen kam. Die Polizisten gaben dem Fahrer eindeutige Anhaltezeichen, die er aber ignorierte. Vielmehr versuchte er zu flüchten, fuhr aber frontal gegen den Streifenwagen.

Der durchgeführte Atemalkoholvortest ergab einen Wert von 2,26 Promille. Eine Blutentnahme wurde daraufhin veranlasst. Bei der Überprüfung stellte sich auch heraus, dass der 25-jährige Fahrer keinen Führerschein besaß und der VW Golf nicht zugelassen war.

Glück im Unglück hatten alle Beteiligten, dass bei dem Unfall niemand verletzt wurde. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Gegen den Mann werden jetzt Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Polizeivollzugsbeamte, Gefährdung des Straßenverkehrs, Führen eines Fahrzeuges ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet

Das keiner hierbei verletzt wurde, ist wenigstens eine gute Nachricht….

Eine weitere Verfolgungsfahrt eines betrunkenen Fahrzeugführers und dessen Beifahrer ereignete sich in Dortmund (Nordrhein-Westfalen).

Aber lest selbst:

Ein offenbar alkoholisierter Autofahrer hat in der Nacht zu Sonntag (19. November) mehrere Beamte der Polizei Dortmund auf Trab gehalten. Er lieferte sich mit ihnen eine Verfolgungsfahrt, die vom Nordmarkt bis in den Dortmunder Westen führte.

Aufgefallen war er den Beamten gegen 3.55 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt erblickte eine Streifenwagenbesetzung ein Fahrzeug, das an der nordwestlichen Seite des Nordmarktes ohne Beleuchtung auf dem Gehweg fuhr. Sie konnten anschließend beobachten, wie der Motor des Fahrzeugs abgewürgt und neu gestartet wurde. Daraufhin entdeckte der Fahrer offenbar auch das Licht, schaltete dies ein und fuhr vom Gehweg in Richtung Lortzingstraße. Die Beamten entschlossen sich zu folgen und das Fahrzeug für eine Kontrolle anzuhalten.

Dabei hatten sie die Rechnung jedoch ohne den Fahrer gemacht. Denn dieser dachte gar nicht daran und setzte – jegliche Anhaltezeichen missachtend – seine Fahrt fort. Nach einer kurzen Rundfahrt durch die nördliche Innenstadt ging es auf die Mallinckrodtstraße in Richtung Westen. Mehrmals “übersah” der Autofahrer neben den Anweisungen der Polizei in der Folge auch Rotlicht zeigende Ampeln. Dass dabei niemand zu Schaden kam, war lediglich dem Zufall zu verdanken.

Im Bereich Bärenbruch kam den Beamten schließlich ein weiterer Streifenwagen zur Hilfe, der sich dem Verfolgten in den Weg stellte. Auch dies hielt den Fahrer jedoch nicht auf: Eine Kollision mit dem Streifenwagen riskierend, wich er diesem scharf aus und schaffte es weiterzufahren. Das Polizeifahrzeug zwang ihn jedoch schließlich, in die Revierstraße abzubiegen, wo seine Fahrt endete, weil es sich um eine Sackgasse handelt. Fahrer und Beifahrer wollten das Spielchen nun trotzdem fortführen, stiegen aus dem Fahrzeug und liefen davon. Das Fahrzeug endete rollend vor einem Stein, die Flucht der beiden Insassen auf dem Boden. Denn die eingesetzten Beamten konnten sie einholen und fixieren.

Warum all dies der eigenen Meinung nach nötig war, erfuhren die Beamten in der Folge. Denn der 38-jährige Fahrer aus Polen gab in seiner ersten Aussage an, ebenso wie sein 33-jähriger Beifahrer (ebenfalls aus Polen) Alkohol getrunken zu haben. Aus Angst vor der polizeilichen Kontrolle sei er daher weitergefahren.

Dass das nicht die beste Idee war, wird ihm wohl nun klar sein. Beide Männer mussten anschließend den Weg zur nächstgelegenen Wache antreten. Ein dort freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem 38-Jährigen ein Ergebnis von mehr als zwei Promille. Eine Blutprobe wurde angeordnet, sein Führerschein sichergestellt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde das Duo entlassen