Ein Polizist nicht mehr dienstfähig: Schüsse auf flüchtendes Fahrzeug

19. November 2017 at 21:03

Ein Polizist nicht mehr dienstfähig: Schüsse auf flüchtendes FahrzeugErst Schüsse auf die Reifen konnten einen Fahrzeugführer stoppen, der vor einer Verkehrskontrolle flüchtete. Bilanz: zwei gerammte Polizeifahrzeuge und ein Polizist, der nicht mehr dienstfähig ist.

Gegen 3 Uhr am Samstagmorgen wollten Polizisten des Abschnitts 32 in Berlin Mitte einen Ford-Fahrer in der Rosa-Luxemburg-Straße überprüfen und forderten ihn auf anzuhalten. Jedoch ignorierte er die Aufforderung der Beamten und erhöhte stattdessen das Tempo und flüchtete.

Auf seiner Flucht touchierte der Mann einen Streifenwagen auf der Spandauer Straße, setzte unbeirrt seinen Weg fort und landete in der Rosenstraße in einer Sackgasse. Die Beamten des Abschnitts 32 folgten ihm dorthin, der Flüchtige stoppte kurz, setzte dann aber zurück und rammte den Einsatzwagen.

Ein Polizist nutzte sie Tatsache, dass der Fahrer wenden wollte, stieg aus und riss die Fahrertür auf. Weil der Ford-Fahrer nach bisherigem Ermittlungsstand erneut zurücksetzte, soll der Beamte trotz Zurückweichens von der offenen Tür getroffen worden sein. Daraufhin schoss sein Kollege auf die Reifen des Wagens. Verletzt wurde wurde den Schusswaffengebrauch niemand.

Nun blieb dem Fahrer nur Stoppen des Fahrzeuges und die hinzugerufenen Unterstützungskräfte konnten den 45-Jährigen festnehmen. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 0,84 Promille. Zudem hatte er Betäubungsmittel dabei, die, wie sein Führerschein, beschlagnahmt wurden. Im Auto befanden sich noch zwei Mitfahrerinnen im Alter von 23 und 24 Jahren, deren Personalien aufgenommen wurden.

An dem Ford stellten Polizeibeamte fest, dass der hintere Reifen ohne Luft und beschädigt war. Der gestürzte Polizist erlitt Verletzungen an beiden Knien und musste ambulant behandelt werden. Er musste seinen Dienst vorzeitig beenden.

Der Festgenommene wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Wir wünschen dem verletzten Kollegen gute Besserung!

Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte!