Gedanken eines Polizisten: Danke an die Blaulichtfamilie, die mich immer wieder auffängt

30. November 2017 at 21:01

Gedanken eines Polizisten: Danke an die Blaulichtfamilie, die mich immer wieder auffängtDie folgenden Zeilen fanden wir kürzlich in unserem Mailfach. Der Kollege möchte aus nachvollziehbaren Gründen anonym bleiben:

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“Ich muss mal ein riesengroßes DANKE an unsere Polizisten, Feuerwehrkameraden und Rettungskräfte loswerden!

Ich bin zwar selbst Polizist, aber meine Kollegen und Kameraden sind für mich nicht nur eben Kollegen und Kameraden, sie sind meine Freunde und vor allem meine Familie.

Meine besten Freunde sind Polizisten, Feuerwehrler und beim Rettungsdienst.

Ihr fangt mich auf, wenn mir ein Einsatz mal wieder sehr nahe ging. Ihr seid immer da, wo schon viele andere sogenannten Freunde die Flucht angetreten haben. Ich weiß mittlerweile, dass kein Außenstehender weiß oder ahnen kann, was wir oft durchmachen. Verständnis zu erwarten, wenn derjenige keinen Einblick hat, wäre auch zu viel verlangt.

Viele wissen nur ansatzweise was uns beschäftigt. Aber eben die Kollegen der Blaulichtfamilie wissen es, da sie es täglich selbst erleben.

Ich bin so dankbar für diese Menschen!

Mein bester Freund, selbst Polizist, hat mir sozusagen zweimal das Leben gerettet. Ohne ihn wäre ich heute nicht mehr da. Zweimal saß ich da und wollte einfach nicht mehr. Aber er hat recht, es geht immer irgendwie weiter.

In dieser Zeit haben mich Menschen aufgefangen die mir teilweise nicht einmal bekannt waren und heute zu meinen besten Freunden gehören. Nein, sie sind meine Brüder geworden und nicht nur Freunde.

Sie verstehen, was es mit uns macht, wenn wir Leichen sehen, Todesnachrichten überbringen müssen, schwer verletzt aus Einsätzen heraus gehen.
Sie wissen, was es mit uns macht, wenn wir wieder einmal grundlos angegriffen oder beleidigt werden.

Weil Sie wissen, wie es ist.

Ich bin sehr gerne Polizist und lebe meine Arbeit, aber es gibt auch Zeiten wo wir Helfer Hilfe brauchen.

Und genau dann sind sie da… Sie spüren es, wenn es einem nicht gut geht, man aber versucht zu überspielen, da wir ja professionell bleiben müssen.

Dafür mal ein riesengroßes Dankeschön an die gesamte Blaulichtfamilie, brothers and sisters!”