Gedanken von Thomas: Warum redet ihr nicht miteinander? Einsätze die nicht sein müssten!

13. November 2017 at 20:23

Gedanken von Thomas: Warum redet ihr nicht miteinander? Einsätze die nicht sein müssten!

“Manchmal frage ich mich, warum viele Menschen das Reden miteinander verlernt haben. Nein, es wird direkt aufeinander losgegangen.

Wir hatten diese Woche dutzende Einsätze, die die Personen in einem Gespräch locker hätten alleine klären können, aber nein, man beschäftigt uns Polizisten damit.

Keine Frage, wir helfen gerne, wenn wir können, aber muss man uns für Streitigkeiten wegen überhängender Äste in den Garten rufen? Muss man uns rufen, wenn einer im Supermarkt den letzten Kasten Bier seiner Sorte vor der Nase weggeschnappt bekommt und man sich deswegen fast an die Gurgel geht? Oder Streitigkeiten wegen einem Parkplatz? Streitigkeiten wegen nicht gefegter Treppe?

Das ist wirklich kein Witz, mit solchen Sachen müssen wir uns beschäftigen und Streitigkeiten schlichten. Dabei gäbe es weitaus wichtigere Arbeiten die wir zu erledigen hätten.

Als wir zum Einsatz gerufen wurden, Streitigkeiten im Supermarkt, dachten wir im Traum nicht daran, dass der Auslöser ein letzter Kasten Bier der Stammsorte ist.

Die zwei Streithähne sind sich wirklich an die Gurgel gegangen. Wir hatten echt einige Mühe die zwei zu trennen. Zuerst kam es zu verbalen Attacken aufeinander, die sich immer weiter hoch schaukelten und in einem Handgemenge endete.

Auch bei den überhängenden Ästen endeten die verbalen Attacken damit, dass die Kontrahenten mit den Gartenscheren aufeinander losgegangen sind.

Da frage ich mich immer öfter: Was stimmt mit diesen Menschen nicht?

Ist es nicht mehr möglich miteinander zu reden?

Solche Einsätze fahren wir seit Jahren… Leider. Sie binden Ressourcen die wir eigentlich nicht haben und dringender woanders gebraucht werden.

Nach solchen Einsätzen kann ich mich eigentlich nur noch kopfschüttelnd über diese Zeitgenossen in den Streifenwagen setzen und muss erstmal einen Seufzer ausstoßen. Oder einmal wirklich an den Kopf fassen, was anderes fällt mir dazu echt nicht mehr ein.”

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Der Kollege ist uns namentlich bekannt.