Gemeinsame Beschaffung mit der Polizei: Berliner Justizwachtmeister bekommen Schutzwesten

24. November 2017 at 15:05

Nach mehreren Vorfällen in den vergangenen Jahren werden die Sicherheitsvorkehrungen an den Gerichten in Berlin verschärft. Die Kriminalgerichte sind bereits größtenteils mit Geräten ausgestattet, mit denen Taschen und Jacken wie an einem Flughafen durchleuchtet werden. Diese Maßnahme soll auf alle Gerichte ausgeweitet werden.

Zudem erhalten die Justizwachtmeister Schutzwesten, die vor Schuss- und Stichverletzungen schützen sollen. Hier hat man sich für eine gemeinsame Beschaffung mit der Polizei entschieden. Einerseits haben die Kollegen Erfahrungswerte mit den beschafften Schutzwesten, andererseits ist die gemeinsame Beschaffung günstiger.

Die ersten Schutzwesten wurden von Justizsenator Dirk Behrendt an die Justizwachtmeister übergeben. In diesem und im nächsten Jahr sollen noch weitere 500 Stück für 440.000 Euro beschafft werden.

Laut Justizsenator seien die Gefangenen, mit denen es die Justizwachtmeister zu tun haben, sehr erfinderisch im Herstellen gefährlicher Gegenstände. So würden teils Löffel oder Zahnbürsten zugespitzt und als Stichwerkzeug eingesetzt.

Leider eine notwendige Maßnahme. Was dem Schutz der Kollegen von der Justiz dient, darf letzten Endes nicht an den Finanzen scheitern. Wenigstens hat man nicht versucht das Rad neu zu erfinden und auf die Erfahrungen der Kollegen der Polizei gebaut.