Grundschüler helfen der Polizei bei Geschwindigkeitsmessung und reden Verkehrsteilnehmern ins Gewissen

22. November 2017 at 15:20

Runter vom Gas hieß die Devise am Montagmorgen in Neuhaus (Bayern). 27 Grundschüler unterstützten die Polizei hierbei tatkräftig und übernahmen auch die Befragung.

Nicht nur ein Lasermessgerät erwartete Bleifüssler, nein auch 27 wachsame Schüler lagen auf der Lauer. Es ging nicht darum Autofahrer zu bestrafen, sondern um an ihr Gewissen zu appellieren und auf Fehlverhalten hinzuweisen.

In der Nähe der Grundschule legten sich die Schüler mit ihrer Klassenlehrerin und vier Beamten in einer 30er Zone auf die Lauer. Auch das Lasermessgerät durften die Schüler nach kurzer Einweisung bedienen und auch mal selbst abdrücken.

Richtige Raser gingen den Kindern nicht ins Netz. Fünfzehn Autofahrer wurden angehalten, acht davon waren zu schnell. Zwar war die gemessenen Geschwindigkeiten mit 31 bis 36 km/h nur leicht zu hoch, aber nichts desto trotz kamen die Autofahrer um eine Belehrung nicht herum.

Die Befragung der “Raser” übernahmen die Kinder und so mussten die Fahrer Fragen wie “Warum sind sie zu schnell gefahren?” oder “Wissen Sie, warum man hier nur 30 km/h fahren darf?” beantworten. Eine gebührenpflichtige Verwarnung gab es an diesem Tag nicht.

Dafür verteilten die Schüler selbstgebastelte Anstecker um die Fahrer in Zukunft daran zu erinnern auf die Geschwindigkeit zu achten. Die vorbildlichen Autofahrer bekamen auch einen Button, garniert mit Worten des Lobes, einem Stück Schokolade und einem dicken Dankeschön der Kids.

Auch für die Beamten war es ein toller Tag und sie freuten sich, dass die Kinder so viel Spaß bei dieser Aktion hatten. Durchweg positiv wurde die nette und ungewöhnliche Kontrolle aufgenommen.

Tolle Aktion der Polizei Miesbach und der 27 Grundschüler.