Kommentar: Warum besetzt man Ministerposten nicht mit Fachpersonal?

8. November 2017 at 20:35

Kommentar: Warum besetzt man Ministerposten nicht mit Fachpersonal?Kürzlich fanden wir den folgenden Kommentar einer Leserin in unserem Mailfach vor. Was haltet ihr davon?

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Ich möchte mich einmal zu der Sache bzgl. Ministerposten auslassen bzw. eine Verbesserung anstreben, ohne eine politische Seite zu benennen oder Personen anzugreifen. Eine neutrale Wertung von jemand, der sich mit der Exekutive auskennt.

Ein Gedanke, unabhängig der letzten Wahlen, denn die Problematik besteht ja seit Ewigkeiten.

Es gibt viele Bereiche in diesem Land, die definitiv sanierungsbedürftig sind und das ist mir mehr als bewusst. Ich komme aus einem medizinischen und sozialen Bereich und war auch viele Jahre bei der Bundeswehr. Hier möchte ich allerdings auf die innere und äußere Sicherheit des Landes explizit eingehen (andere Bereiche eingeschlossen, jedoch nicht alle aufzählbar 😉).

Seitdem ich im Berufsleben stehe, besonders zu Zeiten der Bundeswehr, sieht man sich ständig gegen Windmühlen kämpfen. Personal, Ausrüstung, Diffamierungen und Unterstützung. Seitdem ich einen Partner und Freunde bei der Polizei habe, gibt es nur noch Parallelen zur Bundeswehr. Innere und äußere Sicherheit befasst sich oftmals nur mit intern diktierten Kämpfen, die eigentlich unnötig sind – und dem Bürger nicht helfen!

Seitens der Politik ist die ganzen Jahre nichts passiert (wie gesagt – es betrifft alle und keine bestimmte Partei).
Was geschehen ist, das ist Flickwerk oder auch aus Unwissenheit heraus. Und darauf möchte ich hinaus. Ich möchte niemanden persönlich angreifen, der bislang sein Amt geleistet hat. Doch ist dieses Amt wirklich sinnvoll besetzt?

Ein Bäcker wird sicherlich keinen Architekten einstellen, um Brötchen zu backen. Und ein Architekt wird sicherlich keinen Bäcker zur Hausplanung einstellen! Also warum klappt das in der Politik nicht, in den jeweiligen Posten auch Fachpersonal einzustellen?

Die Zeit hat gezeigt, dass es einfach sinnfrei ist, einen besonders verantwortungsvollen Posten zu bedienen, wenn man von 4 Jahren Dienstzeit auch nach 5 Jahren noch keinen Überblick hat. Wie auch? Wenn man nie dabei war oder nur das sieht, was von oben bei “EINEM” Besuch, erlaubt wird zu sehen…

Idee:

Haltet mich/uns für verrückt aber, bzgl. innere und äußere Sicherheit (und wie gesagt auch auf andere Bereiche zutreffend):

Warum besetzt man Ministerposten nicht mit Fachpersonal? Ein Polizist im Inneren und ein Soldat im Äußeren? Das natürlich mit klarer Auflage. Ich hoffe ich bringe es verständlich rüber.

Ein Amt für 4 Jahre – Auflage: Erfahrung im jeweiligen Bereich, 4 Jahre Freistellung des aktiven Dienstes (mit Auflage – 1 Mal im Jahr für 4 Wochen in die Truppe zurück) – Berater sind genug vor Ort um den Rest erst einmal zu erledigen. In der Zeit Erfahrungen sammeln, Neuerungen erfassen, analysieren und wenn nötig verbessern!

Nach den 4 Jahren müssen die Leute wieder in den aktiven Dienst zurück. Keine Verlängerung bzw. Möglichkeiten anderweitiger Vereinbarungen.

Vorteil dieser Maßnahme!

  1. Es treten Menschen mit Berufserfahrung und Ahnung in den Posten.
  2. Sie stehen selber noch in dem Beruf und wissen was aktuell benötigt wird.
  3. Sie verlassen nach der politischen Phase das Amt und müssen mit dem, was sie in 4 Jahren geleistet oder nicht geleistet haben, selber später arbeiten.

Ist zwar nur eine persönliche Meinung – aber was meint Ihr dazu?

“Im Namen des Volkes”?

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Die Autorin ist uns namentlich bekannt, möchte jedoch anonym bleiben. Der Kommentar gibt die persönliche Meinung der Autorin wieder, welche wir uns durch die Veröffentlichung nicht zwangsläufig zu eigen machen.