Vorarlberg stärkt Nachwuchsgewinnung: Freie Stellen sollen zügig wieder besetzt werden

20. November 2017 at 20:51

Vorarlberg stärkt Nachwuchsgewinnung: Freie Stellen sollen zügig wieder besetzt werdenNicht nur in Deutschland gibt es Personalengpässe und hohe Pensionierungen in den kommenden Jahren. In Österreich sieht die Lage nicht anders aus und in Vorarlberg hat man sich nun dafür ausgesprochen, die Nachwuchsgewinnung zu stärken und den polizeilichen Nachwuchs besser zu bezahlen, um den Beruf attraktiver zu machen.

Die Zusage kommt von höchster Stelle des Bundeslandes. Landeshauptmann Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler einigten sich darauf, dass durch Pensionierung frei werdende Stellen zügig wieder besetzt werden sollen. Hierzu sollen zum Beispiel eigene Planstellen für Polizeischüler geschaffen werden. “Damit stehen mehr reguläre Planstellen für Nachbesetzungen bei der Sicherheitsexekutive bereit”, sagte Schwärzler zur Begründung.

Doch bei dieser Zusage alleine soll es nicht bleiben. Um bei potentiellen Bewerbern die Ausbildung bei der Polizei attraktiver zu gestalten, sollen ab 1. Dezember dieses Jahres die Bezüge für die Polizeianwärter auf 2.000 Euro brutto angehoben werden.

Außerdem bietet die Polizei in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Vorbereitungskurse für das Auswahlverfahren an. Bewerber sollen so fit gemacht werden für den anspruchsvollen Einstellungstest. Man möchte hierbei keine guten Bewerber verlieren, weil es vielleicht bei der Rechtschreibung, der Mathematik oder der sportlichen Fitness etwas hapert.

Oft sind die Bewerber nämlich bei Einstellungstest aufgeregt, so dass hier der ein oder andere durchfällt, obwohl er über eine passende Qualifizierung verfügt. Daher werden Bewerber in diesen Vorbereitungskursen auf den Einstellungstest vorbereitet.

Die Kurse kosten jedoch 399 Euro, die die Bewerber bislang selbst tragen mussten. “Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Vorbereitungskurses werden bei Bestehen des Aufnahmeverfahrens der Polizei 80 Prozent der Kurskosten aus Landesmitteln ersetzt”, verspricht Landeshauptmann Wallner. Dies soll die finanzielle Hürde abbauen und das Interesse am Polizeidienst stärken.