40-Tonner kollidiert mit Streifenwagen: Eine Polizistin sofort tot, eine lebensgefährlich verletzt, ein Polizist schwer verletzt

28. Dezember 2017 um 06:43 Uhr

40-Tonner kollidiert mit Streifenwagen: Eine Polizistin sofort tot, eine lebensgefährlich verletzt, ein Polizist schwer verletztGestern am späten Abend kam es auf der Autobahn A61 bei Viersen (Nordrhein-Westfalen) zu einem tödlichen Verkehrsunfall, bei dem ein Streifenwagen und ein 40 Tonnen schwerer Lastwagen beteiligt waren.

Wie berichtet wird, stand das Polizeifahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und aktivierte Warnblinkanlage auf dem Seitenstreifen der A61 bei Viersen in Fahrtrichtung Mönchengladbach. Die niederländischen Kollegen hatten den Hinweis auf einen möglicherweise betrunkenen Lkw-Fahrer gegeben, nachdem die Streifenwagenbesatzung fahndete.

Ein 40-Tonner geriet ins Schlingern und prallte mit voller Wucht auf das Heck des Streifenwagens und schob ihn 200 Meter weit. Durch den Aufprall war eine Polizistin sofort tot, eine weitere Beamtin wurde lebensgefährlich verletzt und im Heck des Polizeifahrzeugs eingeklemmt, ein junger Polizist, der vorne saß, wurde schwer verletzt, war aber ansprechbar.

Die verstorbene Polizistin wurde nur 23 Jahre jung.

Auszug aus dem Polizeibericht:

“Ein 40-jähriger Zeuge (NL), der den verdächtigen Lkw gemeldet hatte und sich nach wie vor hinter dem 40-Tonner befand, konnte gegen circa 21 Uhr beobachten, wie der Sattelzug in Höhe des Streifenwagens plötzlich von links bis auf den Seitenstreifen zog und dort den Funkstreifenwagen rammte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die 23-jährige Polizistin auf der Rückbank des BMW getötet. Ihre beiden Kollegen erlitten schwerste Verletzungen und werden stationär behandelt.

Der 48-jährige ukrainische Lkw-Fahrer wurde festgenommen und wird derzeit vernommen. Ein Alkoholvortest ergab einen Wert von über zwei Promille. Ihm wurden Blutproben zur Feststellung seiner Alkoholisierung und eines möglichen Drogenkonsums entnommen.”

23 Jahre, so jung…

Wir trauern mit den Angehörigen, aber wir sind in Gedanken auch bei den Kolleginnen und Kollegen! Ihnen allen wird schmerzlich vor Augen geführt, wie gefährlich der Dienstalltag sein kann und wie plötzlich das Leben enden kann.

Wir wünschen den Hinterbliebenen der Kollegin und auch dem Kollegenkreis viel Kraft und eine gute Trauerbewältigung! Den beiden Streifenpartnern, die schwer bzw. lebensgefährlich verletzt wurden, wünschen wir eine möglichst schnelle und vollständige Genesung und eine gute Verarbeitung dieses folgenschweren Unfalles. Bitte haltet durch!

Insbesondere den eingesetzten Kollegen und Rettungskräften wünschen wir alle notwendige Unterstützung bei der Verarbeitung dieses tragischen Einsatzes.

Ruhe in Frieden #sisterinblue! Du bleibst unvergessener Teil der #Polizeifamilie! ⚫️⚫️