Gedanken der Angehörigen einer Polizeifamilie

16. Dezember 2017 um 20:19 Uhr

Gedanken der Angehörigen einer PolizeifamilieKürzlich fanden wir die folgende Nachricht in unserer Mailbox vor. Die Autorin möchte anonym bleiben, dennoch möchten wir euch ihre Gedanken nicht vorenthalten:

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“Ich würde sehr gerne mal meine Gedanken und Gefühle über euren Beruf mitteilen.

Vor 35 Jahren fing mein jüngerer Bruder bei der Polizei an. Alle waren mächtig stolz, besonders meine Eltern. Irgendwie waren alle respektvoller euch gegenüber.

Im selben Jahr und Monat wurde meine Tochter geboren und mein Bruder beschloss, dass auch sie Polizistin werden soll. Natürlich hatten wir immer Angst um ihn. Die Angst wurde größer, als auch sein Sohn, mein Patenkind, Polizist wurde. Die Stimmung gegenüber der Polizei wurde damals schon immer schlimmer.

Vor 4 Jahren entschloss sich meine Tochter als Zweitausbildung doch Polizistin zu werden. Zum Stolz kommt jetzt noch mehr Angst. Für uns Angehörige ist jeder Angriff, jede Beleidigung euch gegenüber fast ein persönlicher Angriff. Manchmal fällt es schwer bei “Dummschwätzern, die gegen euch reden” ruhig zu bleiben.

Aber in meinem Augen macht ihr einen tollen Job. Und wer mit der Polizei nichts zu tun haben will, soll einfach anständig leben.”

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Wie wir erfahren haben, ist der genannte Bruder der Autorin zwischenzeitlich verstorben. Er starb nicht in Ausübung seines Dienstes.

Wir wünschen der Familie viel Kraft für die kommende Zeit, den schweren Verlust zu verkraften. Auch für ihn werden wir unsere Blaue Kerze an Heilig Abend brennen lassen. #Polizeifamilie