Heranwachsende greifen Weihnachtspräsenzstreife an

15. Dezember 2017 at 20:40

Heranwachsende greifen Weihnachtspräsenzstreife an: 18 Streifen im Einsatz, 6 Festnahmen, 5 zum Teil schwer verletzte Polizisten

18 Streifen im Einsatz, 6 Festnahmen, 5 zum Teil schwer verletzte Polizisten

Die Präsenzstreifen sind gerade zur dunklen Jahreszeit unterwegs, um Langfinger abzuschrecken, den Bürgern ein Sicherheitsgefühl zu geben und zu zeigen: Wir sind da, wir passen auf. Doch was gestern Abend in Mannheim (Baden-Württemberg) geschah, spottet nahezu jeder Beschreibung.

Um den Verlauf richtig wiederzugeben, möchten wir an dieser Stelle den Polizeibericht zitieren:

“Gegen 18:30 Uhr war eine Fußstreife des Polizeireviers Oststadt im Zuge der vorweihnachtlichen Präsenzmaßnahmen auf den Planken im Bereich des Quadrats O 7 unterwegs, als sie einer Gruppe Jugendlicher / Heranwachsender begegnete. Sofort nach Erkennen wurden die uniformierten Ordnungshüter von den jungen Männern verbal angegangen und beleidigt.

Als die Beamten sich nun aufmachten, die Identität der bis dato Unbekannten feststellen zu wollen, stießen diese weitere Beleidigungen aus, gebärdeten sich auf das Äußerste aggressiv und bedrohten die Polizisten. Als ein Kollege per Funk Unterstützung anforderte, kam es aus der Gruppe heraus schließlich zum Angriff.

Mithilfe des Schlagstocks und durch Pfeffersprayeinsatz gelang es den beiden Beamten nur mit großer Mühe, sich die Angreifer vom Leib zu halten. Doch auch nachdem weitere Streifenbesatzungen am Ereignisort eingetroffen waren, kam es zu keiner Entspannung. Nur mit starken Kräften gelang es schließlich, die vier Personen festzunehmen.

Da einer der jungen Männer keine Ausweispapiere mit sich führte, sollte er zur nahe gelegenen Oststadtwache gebracht werden. Daraufhin versuchten ein 17-Jähriger und dessen 18-jähriger Begleiter, ihren Kumpel zu befreien. Erneut gingen sie, unterstützt von einem ebenfalls 18-Jährigen, auf die Uniformierten los.

Auch ein bis dato nicht weiter in Erscheinung getretener 18-Jähriger griff nun ins Geschehen ein. Er hatte sich zwischenzeitlich einen massiven Glaskrug besorgt und warf das, noch teilweise mit Getränk gefüllte Gefäß inmitten der Menschenansammlung. Lediglich seiner Geistesgegenwart und raschen Auffassungsgabe dürfte es ein Passant zu verdanken haben, dass er rechtzeitig stehen blieb und das Glas vor ihm auf dem Boden zerschellte.

Ein weiterer Bekannter der fünf Störer griff in das Geschehen ein. Da der 18-Jährige mehrere Platzverweise nicht befolgte, wurde auch er in Gewahrsam genommen.

Die ersten Ermittlungen ergaben, dass übermäßiger Alkoholgenuss wohl kaum eine Rolle gespielt haben dürfte: Der beim Alkoholtest gepustete Spitzenwert lag bei 0,64 Promille. Auch im Polizeirevier verhielten sich die jungen Männer weiterhin äußerst provokant und aggressiv.”

Bilanz dieses Großeinsatzes:

  • 18 Funkwagen/-streifen im Einsatz,
  • 6 Festnahmen,
  • 5 durch Faustschläge aufs Auge, Prellungen durch Schläge und Tritte und Abschürfungen verletzte Polizeibeamte,
  • einer davon wird so schwer am Bein verletzt, dass er seinen Dienst nicht fortsetzen konnte.

Ermittelt wird wegen:

  • gefährlicher Körperverletzung,
  • versuchter Gefangenenbefreiung,
  • Widerstands gegen Polizeibeamte,
  • Bedrohung und
  • Beleidigung.

☎️ Die Polizei Mannheim bittet Zeugen dringend darum sich zu melden: 0621/1258-0 (Polizeirevier Innenstadt) oder 0621/174-3310 (Polizeirevier Oststadt)

Über den Rheinneckarblog, der gewissenhaft recherchiert, erfahren wir, was nicht in der offiziellen Polizeimeldung steht. Bei der Tätergruppe handelt es sich wohl um “Deutsche mit Migrationshintergrund“, allesamt polizeibekannt, die nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß kamen.

Die Täter gehören möglicher Weise zu einer türkisch-arabisch-russisch-afrikanischen Gruppierung, mit der sich Polizei und Justiz wegen eines Vorfalles Anfang dieses Jahres intensiv beschäftigen. Die dort angeklagten Heranwachsenden sorgten mit ihrem Gefolge für Tumulte, Beleidigungen und Bedrohungen im Gerichtssaal, so dass nun der Prozess von Polizisten geschützt werden muss.

Wir weisen an diese Stelle auf die Einhaltung unserer Seitenregeln und der Netiquette hin. Beleidigungen oder ausländerfeindliche Bemerkungen werden wir nicht dulden!