Weihnachtsgeschenk: Leben

26. Dezember 2017 um 16:53 Uhr

Weihnachtsgeschenk: Leben - Polizisten überbringen Nachricht und fahren Patient mit Sonderrechten ins Krankenhaus

Polizisten überbringen Nachricht und fahren Patient mit Sonderrechten ins Krankenhaus

Dieses Weihnachtsgeschenk, das dieser Mann am Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages in aller Früh erhalten hat, ist schöner und wichtiger als alles Materielle, was man sich schenken kann. Das Geschenk war eine Spenderniere und es waren Polizisten, die die Nachricht überbrachten und für den Transport ins Krankenhaus sorgten.

Das Polizeikommissariat Peine (Niedersachsen) erhielt heute in den frühen Morgenstunden ein recht ungewöhnliches Hilfeersuchen. Es kam von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und was die Sache noch brisanter machte: Es war höchste Eile geboten.

Dort versuchte man bereits seit Stunden erfolglos einen Mann aus Vechelde zu erreichen. Für ihn wurde gerade eine Spenderniere entnommen und es blieb nur wenig Zeit um das Transplantat zu verpflanzen. Also bat man die Polizei um dringende Unterstützung.

Die eingesetzten Polizisten ließen sich nicht zweimal bitten und suchten die Anschrift des Patienten auf. Das Ehepaar lag schlafend im Bett. Die Beamten weckten die beiden und überbrachten die frohe Nachricht vom Spenderorgan. Es gab jedoch ein Problem.

Das Ehepaar war nicht mobil und der Patient musste sich dringend im MHH einfinden, da die OP bereits in der Vorbereitung war. Auch hier fackelten die Polizisten nicht lange, packten das Ehepaar ein und fuhren mit Sonder- und Wegerechten (Blaulicht und Martinshorn) ins MHH.

Die beiden eingesetzten Polizisten, Svenja und Carsten, schrieben uns zudem:

“Während der eiligen Fahrt erzählt uns der Mann, dass er bereits seit acht Jahren auf der Warteliste steht. Diese Freude und Dankbarkeit des Ehepaares sind unbeschreiblich. Hoffen wir, dass die Operation gut verläuft und wir ein klitzekleines Bisschen dazu beitragen konnten.

Ein Einsatz, der auch nach 23 Dienstjahren noch berührt.”

Vielen Dank Euch beiden, dass Ihr diesen ungewöhnlichen Einsatz mit so viel Empathie abgearbeitet habt. Dem Patienten wünschen wir das Allerbeste und die Chance, auf ein neues Leben mit dem Spenderorgan!