Gedenkminute für Isabelle und Yvonne: Heute, 11 Uhr

6. Januar 2018 at 0:19

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Im Dezember 2017 sind zwei junge Polizistinnen (beide Polizeikommissarinnen) in Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommen.

Am 18. Dezember befand sich Kollegin Isabelle Rinner von der Polizeistation Groß-Gerau (Hessen) bei einer Verkehrsunfallaufnahme und wurde währenddessen von einem Pkw erfasst. Sie erlag ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Isabelle wurde nur 25 Jahre alt.

Am 27. Dezember fahndete Kollegin Yvonne Nienhaus von der Kreispolizeibehörde Viersen (Nordrhein-Westfalen) zusammen mit einer Kollegin und einem Kollegen nach einem betrunkenen Lkw-Fahrer auf der A61. Der Lkw-Fahrer steuerte seinen 40-Tonner vermutlich absichtlich in den auf dem Seitenstreifen stehenden Streifenwagen.

Yvonne war sofort tot, ihre Kollegin wurde lebensgefährlich verletzt, ihr Kollege schwer. Eine Mordkommission untersucht derzeit, ob der Lkw-Fahrer vorsätzlich handelte.

Yvonne wurde nur 23 Jahre alt.

Die Wut, die Ohnmacht und die Trauer ist groß, nicht nur unter uns Polizisten und den Familienangehörigen. Deswegen möchten wir zusammen mit den betroffenen Kollegen zu einer Gedenkminute aufrufen und ein Zeichen setzen.

Heute um 11 Uhr findet zeitgleich zur Beisetzung von Kollegin Yvonne die Gedenkminute statt, an der sich jeder beteiligen kann.

Wir schließen uns Kollegin Vicky an, die uns schrieb: “Denn nur der Trauerflor ist meiner Meinung nach nicht genug und bewirkt nicht das Ansehen, dass verstorbenen Kollegen in der Ausübung ihres Dienstes verdient haben!”

Alle Streifen, egal wo, können, wenn es die Auftragslage erlaubt, rechts ran fahren, das Blaulicht einschalten, aussteigen und durch einen Ehrensalut den Kolleginnen die letzte Ehre erweisen.

Jeder darf sich an dieser Gedenkminute beteiligen!

Habt ihr ein Foto oder Video gemacht, freuen wir uns über die Zusendung, oder ihr postet selbst einen Beitrag oder eine Kondolenzbekundung und markiert euren Beitrag (egal in welchem sozialen Netzwerk) mit dem Hashtag: #salutisabelleyvonne.

Damit möchten wir ein Zeichen setzen, gegen Gewalt und für Respekt und mehr Menschlichkeit.

#letztedienstreise

Bitte habt Verständnis, dass unsere Berichterstattung heute aus diesem Grunde eingeschränkt sein wird.