Gemeinsame Wege: Seit 20 Jahren Diensthundeführerin bei der Polizei

14. Januar 2018 at 12:27

Polizeihauptmeisterin Mary Buschmann ist seit 20 Jahren Diensthundeführerin bei der Polizei in Thüringen und damit hat sie sich einen Traum erfüllt. Von Kindesbeinen an hat sie es mit Hunden zu tun und so war nach der Wende für sie klar, wenn sie zur Polizei geht, möchte sie einen Diensthund haben.

Der Traum wurde Wirklichkeit und sie hat es nicht bereut: “Das war immer mein Traum. Schön, dass er wahr geworden ist.” Dabei geht Mary ganz eigene Wege, jedoch immer mit einem Vierbeiner an ihrer Seite.

Ungewöhnlich ist schon die Rasse, mit der sie auf Personensuche geht. Ihre Fellnase, mit vollständigem Namen Dasko vom Köppenbusch, ist ein Airedale-Terrier. Dasko ist ihr vierter Diensthund und der dritte Airedale. Die Diensthunde sucht sich Mary selbst aus und geht damit ein Risiko ein.

Für gewöhnlich erhält die Polizei Diensthunden nicht im Welpenalter, sondern erst dann, wenn sich der Charakter des Hundes zeigt und damit abschätzbar wird, ob er für den Polizeidienst geeignet ist. Mary hingegen sucht sich ihre Diensthunde im Welpenalter aus, kauft sie selbst und trainiert sie dann zum Diensthund.

Ist der Hund geeignet, kauft die Polizei den Hund von Mary auf, doch die Fellnase bleibt im Besitz der Diensthundeführerin, meist sogar über die Pension hinaus. Denn Diensthunde sind nicht nur Kollegen auf vier Pfoten, sie sind auch Familienmitglieder. Deswegen ändert sich auch im Privaten einiges, wenn sich ein Polizist dafür entscheidet Diensthundeführer zu werden.

Bei Mary passt eins zum anderen, denn ihr Partner ist ebenfalls Diensthundeführer bei der Polizei und so befinden sich zwei Fellnasen im Haus. Das gegenseitige Verständnis ist ebenso vorhanden, wenn mal wieder ein Sonderdienst ansteht oder der Urlaub nur mit den Vierbeinern zusammen geplant werden kann.

Zwar geht Mary mit ihrer Entscheidung, Diensthunde bereits im Welpenalter selbst auszusuchen, ein finanzielles Risiko ein, denn wenn der ausgesuchte Hund nicht polizeidiensttauglich ist, bleibt sie auf den Kosten sitzen. Aber bislang wurde sie nicht enttäuscht und das Risiko ist es ihr wert.

So versieht Kollegin Mary mit Diensthund Dasko ihren Verfügungsdienst auf der Wache, den Streifendienst oder die Aufsicht bei Demonstrationen oder Fußballspielen. Hier müssen sie sich aufeinander verlassen können. Dass das auch funktioniert, bewies Dasko schon öfter, so unter andrem bei einer Tätersuche im vergangenen Jahr.

Ein Straftäter, der eine schwere Körperverletzung begangen hatte wurde gesucht. Dasko fand ihn in einer Gartenlaube und Mary erzählt über diesen Schnüffelerfolg: “Eigentlich war nicht vorgesehen, in diesem Bereich zu suchen. Doch Dasko wollte unbedingt dorthin. Ich habe ihm vertraut. Und wir hatten Glück.”

Wir wünschen den beiden noch viele gemeinsame Jahre im aktiven Dienst und weiterhin viel Erfolg beim Schutz und der Personensuche!