“Korrupte Nazi-Polizei”: US-Friedensforscherin pöbelt on- und offline gegen Bundespolizei Frankfurt Flughafen

22. Januar 2018 um 20:58 Uhr

"Korrupte Nazi-Polizei": US-Friedensforscherin pöbelt on- und offline gegen Bundespolizei Frankfurt Flughafen“Nazis”, diesen Vorwurf müssen wir Polizisten uns öfter anhören, selbst wenn es völlig unpassend ist, nur um uns in eine defensive Rolle zu drängen. Zumeist kommt dieser Vorwurf von Menschen aus südlicheren Regionen, dass dieser aber nun von einer weißen US-Amerikanerin kommt, die sich als Friedensforscherin bezeichnet, ist schon bemerkenswert.

Was war passiert?

Am 11. Januar machte Christine Fair auf dem Flughafen Frankfurt einen Zwischenstopp. Sie war auf der Weiterreise nach Delhi und wartete auf den Anschlussflug über Istanbul. Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen zeigte das Kontrollgerät im Handgepäck Fairs einen Sprengstoffverdacht an und die Bundespolizei wurde hinzu gezogen.

Bei der anschließenden Kontrolle des Handgepäcks konnte zwar der Sprengstoffverdacht ausgeräumt werden, jedoch zeigte sich, dass sie gegen Luftsicherheitsvorschriften verstoßen hatte. Die 49-Jährige führte zahlreiche Kosmetikartikel lose mit, die sich einerseits nicht im vorgeschriebenen Klarsichtbeutel befanden und zudem die maximal zulässige Flüssigkeitsmenge überschritten.

Sie wurde durch die Polizisten gebeten einen Deoroller entweder im Großgepäck zu verstauen oder vor Ort zu entsorgen, worauf die Friedensforscherin recht patzig reagierte. Sie beschimpfte vor anwesenden Zeugen die Bundespolizisten mit “fucking bastards” und “fucking german nazi police”.

Daraufhin wurde sie zur Wache verbracht, wo die Landespolizei Hessen eine Anzeige wegen Verleumdung aufnahm. Da es sich bei Fair um keine deutsche oder europäische Staatsbürgerin handelt, wurde durch die Amtsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung (auch Kaution genannt) in Höhe von 260 US-Dollar festgesetzt. Im Anschluss konnte sie die Weiterreise über Istanbul fortsetzen.

Die sogenannte Friedensforscherin zeigte sich aber auch hiernach höchst unfriedlich und konnte die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Anstatt einzusehen, dass sie gegen Vorschriften verstoßen hatte, die für jeden Flugreisenden gelten, pöbelt sie online weiter.

Insbesondere auf ihrem Twitterkanal beschimpft sie die Sicherheitsmitarbeiter des Flughafens und die Polizisten als “Sadisten”, die “korrupte Schläger” seien und ihre Macht missbrauchten. Zudem behauptet sie von den Polizisten beraubt worden zu sein.

Ganz offen droht sie insbesondere gegenüber der Bundespolizei Frankfurt Flughafen, dass diese sich mit der falschen Frau angelegt hätte und wiederholt sehr mitteilsam und mantraartig, dass die einzige Wahrheit über den Vorfall in einem Artikel der Huffington Post nachzulesen sei, den sie natürlich selbst verfasst hat, der die (übersetzte) Schlagzeile trägt: “Festgesetzt, verhaftet und beraubt von der Polizei in Frankfurt: Auf meinem Weg zum Forum in Delhi ist eine nicht so lustige Sache passiert”.

Die Bundespolizei Frankfurt hatte sogar ein Statement in Englisch veröffentlicht, doch dieses nennt Fair eine “verlogene und verleumderische Schilderung”, bei der sie hoffe, dass die Staatsanwaltschaft die “Schläger in Uniform” zur Rechenschaft ziehen werde.

Diese Beschimpfungen sind nun Gegenstand eines weiteren Ermittlungsverfahrens gegen Fair. Mal abwarten, ob sie die Justiz im Anschluss dann auch verbal angeht.

Es ist beschämend, wie Christine Fair aus einer kleinen Angelegenheit, die ohne große Umstände hätte bereinigt werden können, ein Fass aufmacht. Friedensforscherin höchst unfriedlich. Fremdschämen pur!