Missverständnis: Polizeieinsatz führt zu Polizeieinsatz

12. Januar 2018 um 11:12 Uhr

Missverständnis: Polizeieinsatz führt zu PolizeieinsatzBeinahe wären mehrere Streifen der Polizei aus Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) angerückt, um zunächst einmal gegen die eigenen Kollegen eingesetzt zu werden. Schnell konnte jedoch festgestellt werden, dass es sich hier um ein Missverständnis handelte.

Am gestrigen Donnerstag gegen 10 Uhr hatte ein aufmerksamer Anwohner eine verdächtige Beobachtung gemacht. Womöglich handelte es sich um ein Verbrechen, was der Anwohner beobachtet hatte und alarmierte daher die Polizei.

Der Anwohner hatte nämlich gesehen, wie mehrere Männer einen anderen Mann in ein Fahrzeug bugsierten – und zwar erkennbar gegen dessen Willen. Mehrere Streifen der Polizeiinspektion 1 in Kaiserlautern rückten aus, aber noch bevor diese am Einsatzort eintreffen konnten, lösten interne Recherchen den strafrechtlichen Verdacht in ein Missverständnis auf.

Der Anwohner hatte Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei beobachtet, die gerade einen Haftbefehl vollstreckten. Der 25-jährige Mann sollte beim Haftrichter vorgeführt werden und leistete gegen die polizeilichen Maßnahmen erheblichen Widerstand. Kein Wunder, dass der Anwohner dies zunächst verdächtig fand.

Der Polizeibericht schließt mit dem Fazit:

“Haftbefehl vollstreckt, 25-Jähriger vorgeführt, Zeuge beruhigt – Ende gut, alles gut!”

An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass Haftbefehle auch in zivil vollstreckt werden, so dass von außen tatsächlich der Eindruck entstehen kann, dass hier etwas Unrechtes vor sich geht. Auf jedem Fall war es richtig, dass der Anwohner seine Beobachtung der Polizei mitgeteilt hat!