Nach Rollatordiebstahl: Polizisten überbringen Ersatz eines Spenders

5. Januar 2018 at 12:04

Die 81-jährige Ulla Lüthje aus Kiel (Schleswig-Holstein) musste nach Weihnachten eine erschütternde Entdeckung machen. Die Dame wohnt im 2. Stock eines Mehrfamilienhauses und ist aus gesundheitlichen Gründen auf einen Rollator angewiesen, damit sie ihr Haus verlassen und noch einige Gänge, wie Arztbesuche oder Einkäufe, verrichten kann.

Ein Rollator steht in ihrer Wohnung und ihr zweiter an der Eingangstür im Hausflur, da sie natürlich nicht mit dem Gerät 2 Stockwerke die Treppe hinunter kommt.

Kurz nach Weihnachten musste sie allerdings erschrocken feststellen, dass dieser Rollator nun verschwunden war und somit auch die Mobilität der 81jährigen. „Entweder sie wissen es nicht, was sie damit anrichten, oder sie wissen es – und dann ist es noch schlimmer”, trifft die Geschädigte den Nagel auf den Kopf.

Die Krankenkasse von Frau Lüthje gab an, dass sich das Hilfsmittelkompetenzzentrum mit ihr so schnell wie möglich in Verbindung setzen wird, um für Ersatz zu sorgen, doch zum Glück gab es einen aufmerksamen Leser, der den Diebstahl in den Kieler Nachrichten las, die Not der Dame erkannte und sofort helfen konnte.

Der Spender, der kein großes Aufsehen wollte, brachte am gestrigen Donnerstag einen Rollator, den er übrig hatte, zur Polizei und bat die Beamten diesen der 81-Jährigen zu überreichen.

Die beiden Polizeibeamten Susann Much und Ulf Staege der Wache in Mettendorf brachten den Rollator unmittelbar zu der älteren Dame, die sich riesig über diese Spende freute. “Und wie mich das freut: Ich bin fast in Tränen ausgebrochen”, sagte die 81-Jährige gerührt.

Nachdem die Polizistin Susann Much den Rollator noch auf die passende Höhe eingestellt hatte, konnte die 81-Jährige ihre Freude nicht mehr zurückhalten und war überglücklich, dass es nun wieder los gehen kann. Aber nicht ohne den Polizeibeamten noch vorher eine Praline anzubieten.

Dem großherzigen Spender möchte Frau Lüthje dann noch gerne persönlich am Telefon danken.

Wir möchten natürlich dem selbstlosen Spender danken, dass er ohne zu zögern der Frau geholfen hat und natürlich auch den Kollegen, die die Gehhilfe sofort der Dame überbrachten. So geht Mitmenschlichkeit!

Aber eines möchten wir noch loswerden. Einem alten Menschen die Gehhilfe zu nehmen ist mehr als dreist. Diese Menschen sind darauf angewiesen und es ist oftmals die einzige Möglichkeit am Leben teilzunehmen. Diese älteren Menschen haben es oft sehr schwer, sind alleine und haben Respekt und Achtung verdient und es ist auch kein „kleiner Jungenstreich“ mehr!