Am Ende wird alles gut: Bremer Polizisten sammeln – Eine rührende Geschichte

20. Februar 2018 um 15:36 Uhr

Am Ende wird alles gut: Bremer Polizisten sammen - Eine rührende Geschichte…und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. Was das Zitat von Oscar Wilde mit einem jungen Kameruner, seiner toten Schwester, einem Geldverlust und der Bremer Polizei zu tun hat? Der Reihe nach…

Man muss heute wirklich dankbar sein, dass es noch ehrliche Menschen gibt. Ein 59-jähriger Bremer fand im Schwachhausen eintausend Euro auf dem Bürgersteig und anstatt die selbst einzustecken, gab er das Geld auf der Innenstadtwache der Polizei Bremen ab.

Nur ein paar Stunden später tauchte ein 27-Jähriger Kameruner auf der Wache auf. Total verzweifelt und sichtlich aufgelöst schilderte er dem Beamten, dass er eintausend Euro von der Bank abgehoben hatte und das Geld unterwegs verlor.

Seine Suche nach dem Geld blieb erfolglos und so landete er schließlich bei den Kollegen. Der Student gab an, dass seine Schwester unerwartet in Kanada verstorben war und er sich das Geld geliehen hatte um die Überführung der Schwester nach Kamerun zu ermöglichen.

Neben seinem Studium arbeite er sehr viel um das Geld seinen Gläubigern zurückzahlen zu können und an diesem Tag wollte er die Summe zurückgeben. Doch leider kam nun alles anders.

Nachdem der 27-Jährige nachvollziehbar nachweisen konnte, dass die gefundenen eintausend Euro wirklich auch ihm gehörten, übergaben die Beamten ihm das Geld.

Dass die Freude hierüber natürlich riesig war, müssen wir nicht extra betonen.

Doch damit nicht genug…

Den Kollegen ging die Geschichte dermaßen zu Herzen, sodass sie noch in ihrer Schicht knapp 100 Euro einsammelten, damit der Kameruner auch die Folgekosten (Verwaltungsgebühr) des Kredites abzahlen konnte.

Danke an die Kollegen, die hier wieder einmal bewiesen haben, dass wir Menschen mit Herz sind und das “Freund und Helfer” nicht nur eine Floskel ist. Polizist=Mensch!

Dem jungen Mann nachträglich unser Beileid zum Verlust seiner Schwester.