Autofahrer rammt Streifenwagen: Zwei Polizisten nicht mehr dienstfähig

2. Februar 2018 at 17:55

Autofahrer rammt Streifenwagen: Zwei Polizisten nicht mehr dienstfähigZwei junge Polizisten aus Baden-Württemberg wurden gestern Abend verletzt und mussten vorzeitig den Dienst beenden, weil sie in ihrem Streifenwagen von einem anderen Autofahrer während einer Verfolgungsfahrt gerammt wurden. Anschließend leistete der Autofahrer erheblichen Widerstand.

Ihren Ursprung hatte die Verfolgungsfahrt bei einer Sachbeschädigung und Beleidigung. Die Polizei wurde darüber informiert, dass ein Volvo mitten auf der Straße stand, so dass für die anderen Verkehrsteilnehmer kein Vorbeikommen mehr war. Der Autofahrer und seine unbekannte Begleiterin diskutierten außerhalb des Fahrzeugs. Als ein Verkehrsteilnehmer seinen Wunsch äußerte weiter fahren zu wollen, ging die Frau zu dem Verkehrsteilnehmer hin, beschädigte sein Fahrzeug und beleidigte ihn.

Dann stiegen die beiden ein und fuhren mit ihrem Volvo davon. Etwa eine dreiviertel Stunde später, gegen 21:45 Uhr, fiel einer Streife des Gmünder Polizeireviers der Volvo in Lauterburg auf. Einer angestrebten Kontrolle entzog sich der Volvofahrer und missachtete die Anhaltesignale. Während der anschließenden Verfolgungsfahrt versuchte der Volvofahrer mehrfach, den Streifenwagen abzudrängen.

Durch seine eigene Fahrweise hatte sich der Volvofahrer mittlerweile drei Plattfüße gefahren, so dass der Fahrer sein Fahrzeug am Ortsende von Bartholomä anhielt. Die Polizisten hielten ihren Streifenwagen mit etwas Abstand vor dem Volvo an um eine Weiterfahrt zu verhindern. Gerade in dem Moment, als die beiden Beamten aussteigen wollten, gab der Volvofahrer noch einmal ordentlich Gas, fuhr auf das Polizeifahrzeug zu und rammte es seitlich.

Der Volvofahrer stieg nun aus und versuchte zu Fuß zu flüchten, die Polizisten konnten ihn jedoch schnell einholen und festnehmen. Während der Festnahme leistete der 30-Jährige derart massiven Widerstand, dass die Polizisten, bereits vom Rammen lädiert, noch einmal verletzt wurden. Die unbekannte Frau war nicht mehr im Fahrzeug.

Der Volvofahrer wurde bei der Festnahme leicht verletzt. Die beiden Polizisten, 20 und 24 Jahre alt, wurden zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus verbracht. Sie sind bis auf Weiteres nicht dienstfähig. Zudem entstand ein geschätzter Schaden von 18.000 Euro.

Der 30-jährige Volvofahrer besitzt keinen Führerschein und war zudem mit 2 Promille deutlich alkoholisiert. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Er muss sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Nach Abschluss sämtlicher Maßnahmen konnte der Volvofahrer nach Hause gehen.

Wir senden die besten Genesungswünsche zu den beiden verletzten Kollegen nach Schwäbisch Gmünd!