Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Fastnacht gewaltsam

6. Februar 2018 at 20:56

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Fastnacht gewaltsamDie heiße Phase der diesjährigen Fastnacht hat noch gar nicht begonnen und schon müssen wir über gewaltsame Ausschreitungen, verletzte Polizisten und Festnahmen berichten. Und wie jeder erahnen kann, hat auch zu viel Alkoholkonsum die Finger im Spiel.

Tumulte und verletzte Polizisten in Neckarweihingen

In dem Ort in Baden-Württemberg fand am Sonntagabend eine Faschingsveranstaltung statt, die laut Polizei insgesamt friedlich verlief. Zu den gewaltsamen Übergriffen kam es erst danach. Los ging es gegen 20.15 Uhr auf dem Vorplatz des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr. Dort hatten drei Personen, soweit bekannt ist, eine tätliche Auseinandersetzung.

Polizisten, die wegen dieser Veranstaltung im Einsatz waren, wurden alarmiert. Sie versuchten nach ihrem Eintreffen die Kontrahenten zu trennen und die Situation zu beruhigen. Doch das gelang ihnen nicht, da sich andere Besucher einmischten und die Polizisten daran hinderten. Und nicht nur das, die alkoholisierten Personen ignorierten jede polizeiliche Weisung, boykottierten die Maßnahmen der Beamten und griffen diese sogar tätlich an.

So schlug ein 19-Jähriger einem 26 Jahre alten Polizisten mit der Hand ins Gesicht. Die Polizei konnte die Situation erst unter Kontrolle bringen, als insgesamt zehn Streifenwagenbesatzungen zugegen waren, du unter anderem auch Pfefferspray und den Einsatzstock einsetzen mussten.

Neun Personen im Alter von 19 bis 60 Jahren wurden vorläufig festgenommen, fünf Polizisten wurden verletzt und Uniformen beschädigt.

Massenschlägerei und Aggressivität in Rivenich

Bereits am Samstag fand in Rivenich (Rheinland-Pfalz) der Nachtumzug statt. Der Umzug selbst und die anschließende Veranstaltung in der Gemeindehalle verliefen laut Polizei friedlich. Den Aggressionen ließen die Besucher vor der Halle ab etwa 21:30 Uhr ihren freien Lauf.

Etwa 150 bis 200 Personen, zumeist teils stark alkoholisierte Jugendliche und Heranwachsende, warfen aus der Menge heraus Flaschen und Feuerwerkskörper. Auch als die alarmierten Polizeikräfte eingetroffen waren blieb die Situation offen aggressiv und es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Erst nach drei Stunden gelang es den Polizisten die Situation durch konsequentes Einschreiten unter Kontrolle zu bringen. Hierbei wurden eine Vielzahl von Platzverweisungen ausgesprochen, die teils mit der Androhung der Ingewahrsamnahme erst befolgt wurden.

Mehrere Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungen wurden eingeleitet, sechs Personen kamen in umliegende Krankenhäuser.

Der Polizeibericht hält abschließend fest:

“Die eingesetzten Polizeibeamten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute zeigten sich schockiert aufgrund der Ihnen entgegengebrachten Aggressivität.”

Wir wünschen den verletzten Kollegen eine schnelle Genesung und hoffen, dass die restlichen Tage der Fastnacht friedlicher bleiben, egal wo gefeiert wird. Denn schließlich soll es um Spaß und eine schöne gemeinsame Zeit gehen, zumindest war das mal der Sinn der Fastnacht.