Polizisten müssen einschreiten: Schaulustige behindern Reanimation

12. Februar 2018 at 15:08

Polizisten müssen einschreiten: Schaulustige behindern ReanimationEs ist immer wieder unfassbar, wie Menschen zu Gaffern werden und Rettungskräfte noch behindern. So erging es jedenfalls den Kollegen auch in Wien (Österreich).

Was war passiert?

Zu einem Einsatz wurden Beamte der Polizeiinspektion Favoritenstraße vor ein paar Tagen zum Aufgang der U-Bahn Station Reumannplatz beordert. Ein Mann war zusammengebrochen und brauchte dringend Hilfe.

Vor Ort wurde sofort mit der Reanimation begonnen und auch ein Defibrillator kam zum Einsatz an einem 71-Jährigen. Der Mann wurde von der Wiener Berufsrettung noch in ein Krankenhaus gebracht, verstarb allerdings kurze Zeit später.

Noch bevor die Rettungskräfte zu dem Mann gelangen konnten hatte sich bereits eine Menschenansammlung von rund 80-100 Personen gebildet und diese erschwerten den ersteintreffenden Einsatzkräfte den Zugang zu dem 71-Jährigen.

Auch während die Rettungskräfte um das Leben des Mannes kämpften traten immer wieder neugierige Passanten sehr nahe an die Einsatzkräfte heran. Erst durch weitere Unterstützung von Polizeibeamten gelang es mittels Absperrband die Einsatzörtlichkeit und die Privatsphäre des Mannes zu schützen.

Mehrere Personen erhielten Platzverweise, aber auch rund um den Einsatzort hielten sich beim Abtransport des Mannes ca. 300 Personen auf. Auch hier mussten erneut Gaffer weggewiesen werden.

Es ist immer wieder unfassbar was sich diese Gaffer erlauben. Neugier gut und recht, aber wenn man schon glotzen muss, dann mit Abstand und nicht noch die Einsatzkräfte behindern. Aber jeder sollte daran denken, dass auch er mal dort liegen könnte und ob er selbst so begafft werden möchte, können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen.