Polizistin konnte sich noch retten: Deckenplatte fällt auf WC, literweise Fäkalien folgen

24. Februar 2018 um 15:59 Uhr

Polizistin konnte sich noch retten: Deckenplatte fällt auf WC, literweise Fäkalien folgenÜber die fragwürdigen baulichen Bedingungen der Berliner Polizeireviere wurde schon einige Male berichtet. Mal kommt aus dem Wasserhahn eine Brühe, die farblich eher an Bodenseekaffee erinnert, über die Gesundheitsgefährdung auf den Schießständen hatten wir bereits mehrfach berichtet.

Nun kam es auf dem Abschnitt 44 in Tempelhof zu einem ekelhaften Zwischenfall. Eine Polizistin begab sich aufs WC um ihre Notdurft zu verrichten. Plötzlich tropfte es von der Decke. Geistesgegenwärtig zog sich die Kollegin schnell an und verließ die Kabine. In dem Moment kamen auch schon Deckenplatten herunter und krachten auf die Toilette.

Den Deckenplatten folgten dann literweise Fäkalien, die die Sanitäranlage großflächig verunreinigte. Wie es heißt, habe eine Rohrverstopfung zur Ansammlung der Fäkalien geführt, die dann mit den Deckenplatten herunter gekommen sei.

Dies sei nicht der erste Zwischenfall dieser Art. Die alten Asbestrohre in den Gemäuern wären schon verschiedene Male geborsten. Doch für die Gebäude ist nicht die Polizei selbst zuständig, sondern eine Gebäudeverwaltung. So heißt es von einer Gewerkschaft:

“Die Mitarbeiter vermuten, dass die zuständige Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) nicht gewillt ist, am aktuellen Zustand des Gebäudes etwas zu ändern, da in den kommenden Jahren ein Neubau für den Abschnitt 44 geplant ist. Nach jeder Havarie gibt es immer nur Flickschusterei.”

Auch nach dieser Ekelpackung sei erst einige Tage später sauber gemacht worden. Der Vorfall hatte sich am Dienstag dieser Woche ereignet, richtig sauber gemacht wurde erst am gestrigen Freitag. Doch die Kollegen rechnen nicht damit, dass darüber hinaus noch etwas passiere.

“Das ist menschenverachtend”, heißt es dann auch folgerichtig vom Personalratsvorsitzenden der Direktion 4, Steve Feldmann.