Schrecklicher Verdacht: Mann von Straßenbahn erfasst und getötet (Update)

10. Februar 2018 um 20:00 Uhr

Schrecklicher Verdacht: Mann von Straßenbahn erfasst und getötet

+ Fahndungsaufruf der Polizei Köln +
War er Polizist und wurde ermordet?

Gestern am späten Freitagabend kam es zu einem Vorfall in Köln, der zunächst als Unfall angesehen wurde. Später zeigten die Ermittlungen jedoch, dass es sich um keinen Unfall handelte. Eine Mordkommission wurde gebildet, die nun wegen eines Tötungsdeliktes ermittelt. Womöglich ist das Opfer ein Polizist.

Ein 32-jähriger Mann war gestern Abend in Köln zusammen mit seinen beiden Begleitern unterwegs. Das Trio wartete an der Haltestelle Chlodwigplatz auf die Straßenbahn. Plötzlich fiel der 32-Jährige zwischen zwei Waggons der Straßenbahn und wurde überrollt. Der Mann war sofort tot.

Der Fahrer der Straßenbahn hatte den Vorfall nicht bemerkt und seine Fahrt zunächst fortgesetzt. Die Polizei ging zunächst von einem Unfall im Karnevalstrubel aus. Doch aus der anfänglichen Vermutung wurde ein schrecklicher Verdacht.

Die Ermittler werteten zahlreiche Videos aus und mussten feststellen, dass der 32-Jährige nicht selbständig zu Fall kam. Er wurde vor die Straßenbahn gestoßen und der unbekannte Täter konnte im Karnevalstrubel untertauchen.

Die beiden Begleiter des Opfers, 31 und 32 Jahre alt, hatten den Vorfall beobachtet und musste mit einem Schock in ein Krankenhaus gebracht werden, wo sie psychologisch betreut werden. Auch weitere Wartende an der Haltestelle werden psychologisch betreut.

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammen bittet die Polizei Köln um Zeugenhinweise: Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 11 unter 0221/229-0 oder per Mail (poststelle.koeln@polizei.nrw.de) zu melden.

Verschiedene Medien berichten darüber, das es sich bei dem Oper des Tötungsdeliktes um einen Polizisten aus Nordrhein-Westfalen gehandelt haben soll. Die Polizei Köln hält sich hierzu vermutlich aus ermittlungstaktischen Gründen noch zurück.

+ ℹ UPDATE +

Wir wir erfahren, handelt es sich bei dem Todesopfer tatsächlich um einen Kollegen aus Nordrhein-Westfalen. Der Kollege war beim Landeskriminalamt beschäftigt und dort im Bereich der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus tätig. Wir gehen davon aus, dass die Ermittler auch einen möglichen dienstlichen Hintergrund der Tat prüfen.

Hinweis:

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Den Hinterbliebenen, Freunden und Kollegen wünschen wir viel Kraft in dieser schweren Zeit! Wir sind in Gedanken bei ihnen.

Lieber Kollege, du bleibst unvergessen und Teil der #Polizeifamilie! ⚫⚫

Wir werden die Sache im Blick behalten und gegebenenfalls nachberichten.