Sit-in vor Tiefgarageneinfahrt: Feuerwehr und Polizei lösen Sitzblockade unter anschließendem Geleitschutz auf

28. Februar 2018 um 8:56 Uhr

Sit-in vor Tiefgarageneinfahrt: Feuerwehr und Polizei lösen Sitzblockade unter anschließendem Geleitschutz auf

Bild: Feuerwehr München via Facebook

Für gewöhnlich kennt man die sogenannten Sit-ins nur von demonstrativen Aktionen, bei denen die Teilnehmer oft von uns Polizisten weggetragen werden müssen, um die Sitzblockade aufzulösen. Welchen Beweggrund dieser Schwan in München (Bayern) hatte, um sich genau vor einer Tiefgarageneinfahrt niederzulassen und völlig unbeeindruckt und stur sitzen zu bleiben, konnte bislang nicht geklärt werden.

Auf jeden Fall saß der Schwan genau in der Tiefgarageneinfahrt und ließ sich von Autofahrern, die hinein oder hinaus fahren wollten, überhaupt nicht beeindrucken. Offenbar behagte ihm dieser Platz ganz besonders, so dass er ihn auch nicht aufgeben wollte. Die Anwohner alarmierten Feuerwehr und Polizei, doch auch deren Weisungen gegenüber zeigte sich der Schwan außerordentlich standhaft.

Den Annäherungsversuchen der vor Ort befindlichen Blaulichter entgegnete er sogar ein entschiedenes Fauchen. Was tun? Der Einsatz musste ja irgendwann ein möglichst gutes Ende finden. Da guter Wille und Überredungskunst nichts taugten, griff man zum letzten Mittel.

Unter “sanftem Druck” wurde der Schwan überredet, sein Lager aufzugeben und langsam davon zu trotten. Dann setzte sich die Kolonne in Richtung Isarauen in Bewegung, an der Spitze der weiße Federkleidträger unter Geleitschutz von Feuerwehr und Polizei.

Im Bericht der Feuerwehr München heißt es weiter:

“Nach einem gemächlichen Sparziergang und unter den Augen einiger amüsierter Autofahrer erreichte der stolze Vogel dann wieder seinen natürlichen Lebensraum. Alle äußeren Anzeichen deuteten darauf hin, dass der Vogel keine Verletzungen hatte.”