Spender Soldat, Empfänger Polizist: Stammzellspende rettet Familienvater

1. Februar 2018 um 10:12 Uhr

Wir haben schon das ein oder andere Mal zu Spenden aufgerufen, wenn Mitglieder der Polizeifamilie eine Stammzellspende benötigten. Wie wichtig diese Spende ist und dass die recht einfache Hilfe tatsächlich Leben rettet, zeigt diese Geschichte eindrücklich.

Marcel Kitz, jetzt 29 Jahre alt, ist Soldat bei der Bundeswehr. Bereits im Grundwehrdienst 2010 hatte er sich bei der DKMS Deutschland registrieren lassen. Allerdings hatte er sich zuvor überhaupt keine Gedanken darüber gemacht und entschied sich spontan, als er beim Gesundheitscheck danach gefragt wurde.

Bereits drei Jahre später erhielt Kitz einen Brief, dass er als Spender in Betracht komme und der medizinische Check bestätigte die hohe Übereinstimmung. Für Kitz war klar, dass er seine Entscheidung nicht überdenken wird und unterzog sich der Prozedur der Stammzellentnahme.

Doch das war 2013 und Kitz wusste damals nicht, wer seine Stammzellen bekommen würde und ob die Spende tatsächlich ein Leben retten würde. Die gesetzlichen Bestimmungen verhindern dies und lassen, wenn gewünscht, einen Kontakt zwischen Spender und Empfänger erst nach zwei Jahren zu. Heute weiß er es ganz genau, denn er steht mit dem Empfänger in Kontakt.

Hierdurch erfuhr Soldat Kitz, dass er das Leben eines Familienvaters rettete, der Polizist in Nordrhein-Westfalen ist, verheiratet ist und zwei Kinder hat. Kitz erzählt:

“Bisher sind wir uns noch nicht persönlich begegnet, wir schreiben aber regelmäßig. Zunächst noch per E-Mail, jetzt tauschen wir viel Fotos über Whatsapp aus. Es ist schon toll, auch Bilder von der Familie zu sehen, von den Kindern, die fast ohne Vater hätten aufwachsen müssen.”

Und weiter:

“Er hat mir erzählt, dass er sich das Datum der Transplantation tätowieren hat lassen. Weil an diesem Tag sein zweites Leben begonnen hat. Da war ich unglaublich gerührt. Wir möchten uns bald auch mal persönlich treffen.”

Ob der gestandene Soldat sich heute auch wieder für eine Spende entscheiden würde? Die Antwort fällt eindeutig aus: “Es war anstrengend, ich würde aber jederzeit wieder spenden.”

Vielen Dank an Marcel für seine lebensrettende Spende und dem Kollegen wünschen wir unbekannter Weise alles Gute!