Leserbrief: Auf die zunehmende Gewalt mit Deeskalation reagieren? Wird Zeit, dass ich was ändert!

26. März 2018 um 20:00 Uhr

Leserbrief: Auf die zunehmende Gewalt mit Deeskalation reagieren? Wird Zeit, dass ich was ändert!

“Unsere Einsatzkräfte werden immer öfter bepöbelt, behindert und körperlich angegangen. Die Häufigkeit lässt denken, dass es schon Volkssport ist einen Retter grün und blau zu schlagen.

Tatsächlich kann ich es, auch als Branchenangehöriger, sogar verstehen, wenn Polizisten behindert oder angegriffen werden. Letzten Endes sollen sie ihre Job machen, ohne einen selbst zu bearbeiten oder die Arbeit diverser Millieus zu behindern. Wir haben ja auch noch Mittel uns unserer Haut zu erwehren.

Aber welch krankes Hirn greift Rettungsdienst und Feuerwehr an? Leute die einen Eid geschworen haben Menschen unter allen Umständen zu helfen und zu retten? Die Aggressionen erfolgen zum Großteil von Angehörigen der bedürftigen Person!

Dieser Umstand zieht sich weiter, dass mittlerweile Krankenhauspersonal nicht mal mehr sicher ist.

Alles was den Schirmherren einfällt sind Deeskalationsprogramme. Diese sollten ja auch für Rettungskräfte die erhoffte Lösung bringen.

Die beste Deeskalationspolitik, wenn man bepöbelt wird, ist es zu ignorieren. Aber wenn man an der erforderlichen Arbeit gehindert oder angegriffen wird hilft nur noch der Rückzug (für die Polizei und Feuerwehr keine Option) oder der Einsatz unmittelbaren Zwangs.

Die Antwort auf die Zunahme der erfolgenden Angriffe kann nicht ein Kuschelprogramm sein. Es wird Zeit, dass für die wichtigsten Helfer endlich Geld in die Hand genommen wird, um ihnen die Mittel zum Selbstschutz zu verschaffen, meinetwegen begleitet von Deeskalationsschulung.

Kompetente Sicherheitsdienste für Krankenhäuser, die den einen oder anderen auch mal vor die Tür setzen können, und fachgerechte Selbstverteidigung für Rettungsdienste und Feuerwehr, bei Bedarf auch mit Einsatzmitteln wie Pfefferspray.

Für den Laien klingt das vielleicht zu viel des Guten, aber leider ist das traurige Realität. Dank jahrelanger Personalfehlplanung wird es noch etwas dauern bis die Polizei schneller vor Ort sein wird um den Helfern zu helfen.

Es wird Zeit, dass sich endlich was ändert!”

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Der Autor ist uns namentlich bekannt, er möchte jedoch anonym bleiben. Der Leserbrief gibt die persönliche Meinung des Autors wieder, die wir uns durch die Veröffentlichung nicht zwangsläufig zu eigen machen.