Mann ruft Polizei, weil er bei Monopoly betrogen wurde: Notrufmissbrauch wurde teuer

19. März 2018 um 09:48 Uhr

Mann ruft Polizei, weil er bei Monopoly betrogen wurde: Notrufmissbrauch wurde teuerWegen Missbrauchs des Notrufes musste sich ein 24-Jähriger vor Gericht verantworten.Der Schausteller-Gehilfe hatte im Juli 2017 den Notruf gewählt, da er beim Monopoly betrogen wurde.

Eigentlich sollte es ein lustiger und geselliger Abend in Kitzingen (Bayern) werden, doch als seine Mitspielerinnen sich unter der Hand mit Geld beim Spielen ausgeholfen hatten, wurde es dem jungen Mann zu bunt und rief mit Nennung seines richtigen Nachnamens per Notruf 110 bei der Einsatzzentrale der Polizei an.

Während des Anrufes wurde ihm bewusst, dass dieser Anruf Konsequenzen nach sich ziehen würde und nannte einen falschen Vornamen. Naja, dies hat ihm auch nichts gebracht, da die Beamten bereits seine Handynummer hatten und ihn so identifizieren konnten.

Die Polizisten leiteten ein Strafverfahren nach § 145 Strafgesetzbuch, Missbrauch von Notrufen, ein.

Nicht gerade gering fiel das Urteil nun gegen den jungen Mann aus, aber dies hatte er dem Umstand zu verdanken, dass er bereits zum Zeitpunkt des Anrufes unter zweifacher Bewährung stand. Insgesamt hatte der Würzburger zehn Vorstrafen und verbrachte bereits einige Zeit im Gefängnis.

Der Staatsanwalt forderte 4 Monate Haft ohne Bewährung. Die Verteidigung plädierte für 50 Tagessätze, da er der Meinung war, der Schausteller-Gehilfe hätte bereits durch die Medienberichterstattung eine Art Strafe erhalten.

Der 24-Jährige wurde zu 80 Tagessätzen je 45 Euro (insgesamt 3.600 Euro) verurteilt und entging damit nur knapp einer Haftstrafe.