Nach tödlichem Schusswaffengebrauch: Polizist erhält Todesdrohungen und muss von seinen Kollegen geschützt werden

8. März 2018 um 21:25 Uhr

Nach tödlichem Schusswaffengebrauch: Polizist erhält Todesdrohungen und muss von seinen Kollegen geschützt werdenAm 1. März kam es in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) zu einem Schusswaffengebrauch eines Polizisten, bei dem einer der Einbrecher lebensgefährlich verletzt wurde und später im Krankenhaus verstarb. In der Folge posierte ein Berliner mit einer vorgeblichen Berliner Polizeimarke auf Facebook und drohte Vergeltungsmaßnahmen an. Eine Geschichte über die organisierte Kriminalität und arabische Familienclans.

In der Nacht zum 1. März, gegen 00:23 Uhr, erhielt die Leitstelle der Polizei Neubrandenburg den Hinweis darauf, dass in einen Döner-Imbiss eingebrochen wurde. Die Zeugen hatten drei Männer dabei beobachtet und ihre Beobachtung der Polizei mitgeteilt.

Mehrere Streifenwagen machten sich auf zum Einsatzort und konnten dort auch tatsächlich auf die Einbrecher treffen. Wie es im Nachgang zu diesem Einsatz von der Staatsanwaltschaft heißt, seien die Polizisten von einem der Einbrecher mit Reizgas angegriffen und verletzt worden. Einer der Beamten griff zur Dienstwaffe und schoss ein einziges Mal. Er traf einen 27-jährigen Täter im Oberkörper.

Der lebensgefährlich Verletzte kam in ein Krankenhaus, wo er später verstarb. Die beiden 40 und 27 Jahre alten Komplizen wurden von den Polizisten festgenommen, gegen sie wurde später Haftbefehl erlassen. Gegenstand der aktuellen Ermittlungen ist einerseits der Einbruch selbst, als auch der Schusswaffengebrauch des Polizisten.

Bei dem Getöteten konnte die Reizgasdose sichergestellt werden. Außerdem führten die beiden festgenommenen Täter rund 30.000 Euro Bargeld mit. Warum das Trio in den Döner-Imbiss eingebrochen war ist noch unklar.

Am darauf folgenden Wochenende posierte ein Berliner, augenscheinlich arabischer Abstammung, mit einer vorgeblichen Berliner Polizeimarke auf einem Bild und drohte den Neubrandenburger Polizisten im Begleittext Vergeltungsmaßnahmen an. Etliche Anfragen an die Polizei Berlin, verbunden mit der Frage, ob dieser Mann tatsächlich ein Polizist sei, wurden dort verneint.

Der Mann sei kein Polizist, die Identität sei geklärt und man habe bereits ein Gespräch mit ihm geführt.

Zudem sei das Neubrandenburger Polizeirevier von Angehörigen des getöteten Einbrechers belagert worden. Man forderte die Freilassung der Inhaftierten. Wie es heißt, handele es sich bei den Belagerern, wie auch bei dem Getöteten, um Mitglieder der organisierten Kriminalität einer polizeibekannten arabischen Großfamilie. Laut dem Nordkurier soll es sich um Mitglieder der Miri-Clans handeln.

Diese sollen gegenüber dem 32-jährigen Polizisten, der die Dienstwaffe eingesetzt hatte, Todesdrohungen ausgesprochen haben. “Aus diesem Grund haben wir geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Kollegen zu schützen”, heißt es von einer Sprecherin der Polizei Neubrandenburg. Das heißt, der Schütze muss nun von seinen eigenen Kollegen geschützt werden.

Bei diesem Thema haben sich mittlerweile auch politisch Verantwortliche eingeschaltet. Die Politiker versuchen einerseits zu beruhigen, andererseits wird aber auch hartes Vorgehen verlangt. Man solle sich keine Sorgen darüber machen, dass kriminelle Clans aus den Großstädten in den ländlichen Bereich vorstießen. Allerdings müsse gegen diese eine Null-Toleranz-Strategie angewendet werden, wie es heißt. Es könne nicht angehen, “dass diese Clans versuchen, unserem Rechtsstaat ihre Selbstjustiz entgegenzustellen”.

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